Nachdem die EU unverständlicherweise ein Verbot der Nutzung des ersten Coronaimpfstoffes der Welt aus Russland aufgestellt hat, kommt der ungarische Außenminister Péter Szijjártó zu dem richtigen Schluss, dass es einen starke Lobby in der EU gegen ausländische Corona-Impofstoffe gibt - insbesondere vor allem gegen russische.
Ungarn Außenminister Péter Szijjártó
© Reuters DENIS BALIBOUSE
Ungarns Außenminister Péter Szijjártó spricht von EU-Lobby gegen ausländische Corona-Impfstoffe (Archivbild)
Der Diplomat plädierte für eine Produktion eines russischen Vakzins in seinem Land.

Der ungarische Chefdiplomat Péter Szijjártó hat am Freitag in einem Interview für den russischen Fernsehsender Rossija 24 das Interesse seines Landes bekundet, möglichst schnell einen sicheren SARS-CoV-2-Impfstoff zu bekommen. Ihm zufolge gibt es aber in der EU eine starke Lobby gegen ausländische Vakzine:Es gibt zwar eine starke Lobby gegen Impfstoffe, die außerhalb der Europäischen Union entwickelt werden. So ist das Leben. Aber wir sind schon daran gewöhnt und haben mehrmals gezeigt, dass keine Lobby im Stande ist, uns davon abzubringen, die Interessen der Ungarn auf die erste Stelle zu setzen.

~ RT Deutsch
Ungarn hatte bereits zuvor angekündigt, sich diesem Verbot zu widersetzen und den russischen Impfstoff zu nutzen. Szijjártó bekräftigte diese Position erneut:
Der Außenminister fügte hinzu, die Regierung in Budapest wäre sehr froh, wenn man im Land die Produktion des russischen Corona-Impfstoffs "Sputnik V" in Gang setzen könnte. Das könnte aber bis zu anderthalb Jahre in Anspruch nehmen:
"Wir schauen, ob es möglich ist, diese Frist zu verkürzen. Wenn dafür so viel Zeit erforderlich ist, dann ist das Projekt natürlich wettbewerbsunfähig. In diesem Fall werden wir uns ausschließlich auf die Ankäufe konzentrieren müssen."
Szijjártó zufolge hatte man dieses Thema während eines Besuchs des russischen Gesundheitsministers Michail Muraschko in Ungarn am Freitag mit den nationalen Pharmaunternehmen erörtert.

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