Bundesaußenminister Heiko Maas ist ernsthaft der Meinung, dass Geimpften gegen Corona die Grundrechte zumindest teilweise zuerst wieder gewährt werden und damit im Umkehrschluss die Grundrechte der Nichtgeimpften länger beschnitten werden sollen. Somit fordert Maas die Spaltung der Bevölkerung in zwei Lager: die Geimpften und die Nichtgeimpften. Wobei die zweite Gruppe laut Maas offen benachteiligt werden soll.
Heiko Maas
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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei einem Arbeitsfrühstück in Kairo mit dem Außenminister Frankreichs, Jean-Yves Le Drian, am 11. Januar 2021
Bundesaußenminister Heiko Maas spricht sich dafür aus, Menschen nach der Corona-Impfung früher als dem Rest der Bevölkerung ein Besuch in Restaurants oder Kinos zu erlauben.

"Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen", sagte Maas der "Bild am Sonntag". Damit stellt sich der SPD-Politiker gegen das Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und seine eigene Partei, die mehr Freiheiten für Geimpfte bislang ablehnen. Maas nannte die bislang geführte Debatte "irreführend", teilt die Agentur Reuters mit.

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Des Weiteren gab er kund:
"Es geht nicht um Privilegien, sondern um die Ausübung von Grundrechten von Geimpften."
Diese Grundrechte habe der Staat mit den Corona-Regeln massiv eingeschränkt, damit sich nicht noch mehr Menschen ansteckten und am Ende Intensivbetten und Beatmungsgeräte nicht mehr ausreichten.

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Natürlich lässt es sich Maas auch nicht nehmen (wie allzu viele hochrangige Politiker heutzutage), Nichtgeimpfte als Unmenschen zu präsentieren.
"Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können", sagte der frühere Bundesjustizminister. "Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg."
Damit falle mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg.

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Darüber hinaus maßt sich Maas auch noch an, die gesamte Kulturszene Deutschlands mitsamt den Restaurants unverblümt gegen Nichtgeimpfte aufzuhetzen, indem er impliziert, dass Nichtgeimpfte Schuld daran sein werden, sollten die Menschen in diesen Berufszweigen auch weiterhin nicht ihren Lebensunterhalt verdienen können.
Außerdem schränke die Regierung auch die Grundrechte von Menschen ein, die Geschäfte betrieben wie Restaurants, Kinos, Theater, Museen. "Die haben ein Recht darauf, ihre Betriebe irgendwann wieder zu öffnen, wenn es dafür eine Möglichkeit gibt", sagte Maas. Die gebe es aber erst, wenn immer mehr Menschen geimpft seien. Die Bundesregierung lehnt Freiheiten für Geimpfte bislang ab. Innenminister Horst Seehofer (CSU) etwa hatte vor einer dann drohenden Spaltung der Gesellschaft gewarnt.

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