Das Brüsseler Europaviertel ist gestern für mehrere Stunden durch einen Stromausfall lahmgelegt worden. Am frühen Nachmittag löste ein Brand einen Stromausfall in dem Stadtteil der belgischen Hauptstadt aus, in dem sich die Gebäude der EU-Kommission, des EU-Rats und des EU-Parlaments befinden. Ab 17.00 Uhr konnte die Stromversorgung wieder hergestellt werden.

In den europäischen Institutionen kam die Arbeit zum Erliegen, viele Mitarbeiter verließen ihre Büros, wie EU-Beschäftigte berichteten. Ein Sprecher des Europaparlaments sagte, gemäß den Vorschriften für solche Fälle sei das Gebäude evakuiert worden. Augenzeugen zufolge fielen auch die Ampeln auf den Straßen aus. Die U-Bahn fuhr jedoch weiter.

Nach Angaben des Stromversorgers Elia brach der Brand in einem unterirdischen Verteilerraum aus. Demnach wurden die Löscharbeiten durch starke Rauchbildung behindert. Aus Vorsicht musste die Feuerwehr auch andere Transformatoren abschalten. Das erklärt das Ausmaß des Stromausfalls, der sich auf mehrere ans Europaviertel angrenzende Stadtteile erstreckte.