Schwerer Unfall an einem Bahnübergang in Sachsen: Ein Zug fährt in ein Auto und entgleist. Rund 50 Menschen werden verletzt, viele davon schwer. Der Fahrer des Pkw hatte unglaubliches Glück.
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© Peter Endig/DPADer vordere der vier Waggons entgleiste und kippte auf ein Feld

Bei einem Zugunglück bei Bad Lausick in Sachsen sind am Dienstag etwa 50 Menschen verletzt worden. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, wurden neun Schwerverletzte mit Hubschraubern und Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Rund 40 Menschen wurden leicht verletzt.

Der Regionalexpress 3736 hatte kurz nach 13 Uhr an dem Bahnübergang in Lauterbach ein Auto gerammt. Der vordere der vier Waggons entgleiste und kippte auf ein Feld. Zwei weitere Waggons sprangen aus den Schienen, blieben aber in Schräglage stehen. Der Zug war auf der eingleisigen Strecke von Chemnitz nach Leipzig unterwegs. Wie viele Passagiere an Bord waren, steht noch nicht fest. Der Bahnübergang war nach Angaben der Deutschen Bahn mit einer Halbschranke gesichert.

Autofahrer hatte unglaubliches Glück

Der Unfallhergang sei fast schon kurios gewesen, sagte der Polizeisprecher. Das Auto habe vor der geschlossenen Schranke gestanden, der Fahrer sei ausgestiegen, um den vorbeifahrenden Zug anzuschauen. Von hinten sei dann ein Transporter gekommen, habe nicht oder zu spät gebremst und das Auto auf die Schienen geschoben. "Im Pkw war niemand. Sonst hätte es einen Toten gegeben."

Der Streckenabschnitt Geithain-Leipzig wurde bis auf weiteres gesperrt. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

fw/DPA