Fünf Zentner schwere Munition aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am gestrigen Samstag gefunden und entschärft.
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© ProkopKampfmittelräumer Josef Beier (links) und sein Kollege Martin Tietjen brauchten nur 20 Minuten, um die Fünf-Zentner-Bombe in Meitingen zu entschärfen.

Bei Aushubarbeiten wurde am gestrigen Samstag gegen 9.30 Uhr in der Meitinger Römerstraße eine amerikanische Fünf-Zentner-Fliegerbombe mit intaktem Zünder aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Sie war gegen 17.25 Uhr entschärft. Es kam zu keinerlei Komplikationen.

Bereits im Januar 2007 war auf dem Areal an der Römerstraße eine Bombe geborgen worden. Damals hatten Hunderte Menschen in einer kalten Winternacht ihre Häuser verlassen müssen. 2007 wie heute handelte es sich um einen Sprengkörper der Sorte „500 LBS“. Die Bomben stammen wahrscheinlich vom einzigen Luftangriff auf Meiningen. zwei Wochen vor Ende des Zweiten Weltkriegs warf eine einzelne Maschine Augenzeugen zufolge etwa ein halbes Dutzend Bomben ab. Dabei wurde ein Haus getroffen. Zwei Frauen starben an jenem 16. April 1945.

Vergangenen Samstag wurden in einem Umkreis von 200 Metern um den Fundort alle Wohnungen und Häuser evakuiert, der Kernort von Meiningen war für den gesamten Fahrzeug- und Fußgängerverkehr gesperrt.

Die Evakuierung nahm etwa zweieinhalb Stunden in Anspruch. Es wurden nach Schätzungen der Polizei bis zu 800 Personen evakuiert. Insgesamt waren nach Angaben der Polizei etwa 230 Hilfs- und Rettungskräfte eingesetzt.