
Das neue Gesetz, über das monatelang kontrovers diskutiert worden war, trat am 1. Oktober in Kraft. In den anderen Landesteilen Grossbritanniens wie Wales, Schottland und Nordirland gilt die Regelung zunächst nicht.
Applaus von Gesundheitsorganisationen
Das Gesundheitsministerium will mit dem Verbot vor allem dem Verkauf von Zigaretten an Minderjährige eindämmen. Praktisch jeder Raucher habe mit dem Tabakkonsum vor seinem 18. Lebensjahr begonnen, lautet das Argument der Regierung. 35 Millionen Zigaretten seien bisher jedes Jahr illegal über Zigarettenautomaten an Minderjährige verkauft worden.
Von Gesundheitsorganisationen kam Applaus: «Tausende Kinder, die Gefahr laufen, süchtig zu werden, bekommen von diesen Automaten regelmässig ihre Zigaretten. Und sie werden natürlich bequemerweise nicht nach ihrem Alter gefragt», sagte Betty McBride von der britischen Herz-Stiftung.
Nur ein erster Schritt
Die Gastwirte sehen in dem Verbot dagegen einen weiteren Eingriff in ihr Geschäft, nachdem schon das Rauchverbot in den Pubs nach ihrer Ansicht zu Umsatzeinbussen führte.
Für die Regierung ist das Verbot der Automaten nur ein erster Schritt. In Zukunft sollen auch die Läden die Tabakwerbung völlig einstellen.
In den nächsten Monaten soll auch eine politische Debatte darüber entfacht werden, ob die Zigarettenhersteller in Glimmstängel in neutrale Verpackungen ohne Werbeeffekt und dafür mit grossen Gesundheitswarnungen stecken müssen.
sda/muei



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