Furtwangen/Kirchzarten/Freiburg - Sturmböen haben in der Nacht zum Montag in mehreren Regionen Baden-Württembergs Schäden angerichtet. Betroffen waren vor allem die Hochlagen des Schwarzwalds.
Auf dem Feldberg wurden orkanartige Böen bis zu 155 Stundenkilometern gemessen. Mancherorts gingen heftige Regenfälle und Hagelschauer nieder. In der Nähe des Feldbergs stürzten Felsbrocken von der Böschung auf die Bundesstraße 317. Mehrere Autos wurden beschädigt, als sie darüberfuhren. Ein umgestürzter Strommast setzte in Fahrenbach (Neckar-Odenwald-Kreis) ein Gebüsch in Brand.
Einiges zu tun hatten die Feuerwehren im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Genau wie durch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes angekündigt, traf gegen 3 Uhr ein Sturmtief mit Böen in Orkanstärke auf die Region. Mancherorts knickte der Sturm Bäume, beispielsweise in Freiburg, wo ein Baum über drei geparkte Autos auf einen anderen Baum kippte. Die Freiburger Feuerwehr zersägte den Baum.
Vom Sturm zum Teil umgerissen wurde ein Baugerüst in Kirchzarten. Hier setzte die Feuerwehr eine Drehleiter ein, um gefährliche Stahlteile abzubauen und das Gerüst zu sichern. Aber auch bei Hinterzarten knickte das Sturmtief Bäume. Arbeit hatten auch die Feuerwehren Neustadt und die Abteilung Titisee mit umgestürzten Bäumen. Nach dem Sturm kam im Hochschwarzwald gestern Morgen der Schnee. AmFeldberg sorgte der eine oder andere Autofahrer ohne Winterausrüstung für Verkehrsbehinderungen. Glück im Unglück hatte ein Toyota-Fahrer auf der Spirzenstraße, als er zwischen Thurner und Buchenbach in Richtung Freiburg unterwegs war. Er kam auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern, kam von der Straße ab, überfuhr einen großen Kanalschacht, prallte gegen einen Baum und blieb mit seinem Fahrzeug schließlich über einem Fußgängertunnel stehen. Der Mann blieb unverletzt.
Glück im Unglück hatten zwei Männer in Furtwangen im Schwarzwald-Baar-Kreis, die gegen 22.30 Uhr mit einem Auto am hoch gelegenen Stadtrand unterwegs waren. In Höhe der ehemaligen Skisprungschanze warf der Starkwind eine Fichte auf das vorbeifahrende Auto. Der 27-jährige Fahrer und sein 28-jähriger Beifahrer wurden nur leicht verletzt. Schwerer wogen jedoch andere Komplikationen. Beim Fahrer ergab eine Messung einen Blutalkoholgehalt von 0,86 Promille. Eine Anzeige und ein Fahrverbot dürften folgen. Die Feuerwehr Furtwangen zersägte und barg den Baum, am Auto entstand Totalschaden in Höhe von 10 000 Euro. Die Revierförster meldeten vereinzelt umgestürzte Bäume. Nur geringe Folgen hatte das Unwetter nach Polizeiangaben für den Landkreis Tuttlingen. In einer Schrebergartenanlage in Tuttlingen stürzte ein Baum auf die Fahrbahn und musste von der Feuerwehr entfernt werden. Durch den Baum wurde ein Zaun beschädigt. In Mühlheim an der Donau löste der Sturm die Alarmanlage eines Gebäudes aus. Da die Polizei grundsätzlich von einem Ernstfall ausgehen muss, wurde das Gebäude zur Sicherheit durchsucht.
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