
Doch dann fragt der Richter plötzlich: „Und, gab es diesen Toten?“
Welchen Toten?!
Es kommt raus: Oberarzt Berdel hat in Schreiben an das NRW-Justizministerium und NRW-Innenministerium einen ungeheuerlichen Vorwurf erhoben.
Professor Hans-Jürgen Biersack (65), Chef der Nuklearmedizin, soll im Rahmen einer illegalen klinischen Studie im UKB für den vorzeitigen Tod eines Krebskranken verantwortlich sein!
In der „Dosis-Eskalationsstudie“ (veröffentlicht im European Journal of Nuclear Medicine, liegt BILD vor) steht: Diesem Patienten (und 21 weiteren) wurde das radioaktive Mittel „RE-188“ gespritzt. Er starb an Nierenversagen.

Die Klinik-Leitung forderte ihn zuvor auf zu widerrufen, es sei zu einem Todesfall während der Studie gekommen. Doch Berdel weigerte sich und wurde fristlos gekündigt.
„Gab es den Toten?“, fragt der Arbeitsrichter. Axel Schülzchen, Anwalt des UKB: „Ja, aber er starb nicht im Rahmen dieser klinischen Studie.“ Gegenüber der Staatsanwaltschaft Bonn hatte Biersack ausgesagt: „Beim Einsatz von RE-188 kam es nie zu Todesfällen.“
BILD fragte den Professor gestern selbst. Er sagt: „Der Patient starb an den Folgen seiner Krebserkrankung. Er war voller Metastasen, war todgeweiht und wäre ohnehin gestorben.“
War die Studie behördlich genehmigt? Biersack: „Ja, alle Genehmigungen liegen dem Bundesamt für Strahlenschutz vor. Ich habe Strafanzeige gegen Dr. Berdel gestellt.“ Und der gegen ihn.
BILD fordert: Uniklinik und Professor müssen die Belege sofort offenlegen!



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