Nicht nur in Japan und im neuseeländischen Christchurch hat die Erde am Neujahrstag gebebt − auch die rumänische Tiefebene ist in den letzten 24 Stunden von insgesamt zwanzig leichten Erdbeben erschüttert worden. Die Epizentren lagen dabei sowohl im Erdbebengebiet Vrancea als auch unweit der südrumänischen Stadt Targu Jiu, berichtete der Nachrichtensender Realitatea TV am Montagmittag unter Berufung auf Angaben des seismologischen Instituts in Bukarest.

Der stärkste Erdstoß hatte eine Stärke von 4,4 Grad auf der Richterskala und ereignete sich am Neujahrstag um 23.57 Uhr Ortszeit, der letzte fand in der Nacht auf Montag um 02.15 Uhr statt. Es habe sich dabei um Oberflächenbeben mit einer Tiefe von maximal 11 Kilometern gehandelt, berichteten die rumänischen Medien.

Der Ehrenvorsitzende des Landesinstituts für Erdphysik, Gheorghe Marmureanu, erläuterte gegenüber der Presse, dass kein Grund zur Panik geboten sei und die zahlreichen Erdstöße der letzten 24 Stunden nicht als Anzeichen für ein größeres, gefährliches Beben gedeutet werden dürften. Marmureanu zufolge kann Rumänien 2012 durchaus von Beben der Stärke 6 erschüttert werden, heftigere Beben von bis zu 7 Grad auf der Richterskala seien jedoch nicht zu erwarten.