Wie das Team um Matthew Route und Alex Wolszczan vom Department of Astronomy and Astrophysics und dem Center for Exoplanets and Habitable Worlds an der Penn State University berichten, entdeckten sie den Stern bei der Suche nach Brauen Zwergen. Bei diesem Zwergstern handelt es sich um kleine und kühle Sterne, die die Schwelle zwischen Gasriesen und Sternen markieren.
Der nun entdeckte Radio-Stern trägt die Bezeichnung "J1047+21", befindet sich rund 33.6 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Löwe (Leo) und ist nur geringfügig größer und wärmer als Jupiter. Die von dem Stern ausgesendete Radiostrahlung spricht jedoch dafür, dass J1047+21 ein starkes Magnetfeld besitzen muss.
Letztere Entdeckung deutet darauf hin, dass auch andere vergleichbare Zwergsterne starke Magnetfelder besitzen. "Diese Erkenntnis ist wirklich faszinierend. Jetzt hoffen wir, dass wir auf diese Weise in Zukunft noch kältere Braune Zwergsterne und vielleicht sogar Gasriesen um ferne Sterne entdecken können."

Die Entdeckung der Radiosignale von J1047+21 erlauben zudem neue Rückschlüsse auf die Zusammensetzung von Atmosphären und des inneren Aufbaus von Zwergsternen: Angesichts der Temperatur des Braunen Zwergs muss seine Atmosphäre aus neutralem Gas bestehen, welches die nun entdeckten Radiosignale abgibt. Die Energie für diese Signalabgabe, so vermuten die Astronomen, stammt wahrscheinlich von magnetischen Feldern tief im Innern des Sterns, die wahrscheinlich dem Magnetfeld der Erde gleichen. Durch weitere Beobachtungen der Radiostrahlenausbrüche von J1047+21 wollen die Astronomen schon bald auch Rückschlüsse darauf ziehen, wie stabil dieses Magnetfeld ist. Aus der Dauer der Ausbrüche wollen die Forscher zudem noch genauer auf die Größe des Senders schließen.




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