
Bereits 2008 veröffentlichten die Geologen der Universita di Bologna die Ergebnisse ihrer Untersuchungen des Tscheko, wonach das Profil des Sees keinem der sonstigen Seen der Region, stattdessen jedoch dem von Kraterseen, etwa dem des Odessa-Kraters, gleicht (...wir berichteten 1, 2).
Seit Jahrzehnten sorgt das Tuguska-Ereignis in unterschiedliche Kreisen für hitzige Diskussionen und Theorien unterschiedlicher Couleur: Von den eher exotischen Theorien über den Absturz eines außerirdischen Raumschiffs, über eine frühe Kernwaffe gleicher Herkunft oder Mini-Schwarze Löcher, bis hin zur naturwissenschaftlichen Annahme, dass es sich um den bislang gewaltigsten Einschlag eines Kometen oder Asteroiden in der jüngeren Geschichte der Erde handelt.
Wie die Wissenschaftler um Luigi Gasperini aktuell im Fachmagazin Geochemistry, Geophysics, Geosystems berichten, glauben auch sie, dass ein Asteroid, bzw. dessen Meteorit, die Tunguska-Explosion verursacht und rund fünf Kilometer vom Epizentrum der Explosion entfernt, den Tscheko geschlagen hat.

Zusammengenommen sprechen die Daten in den Augen der Forscher eine eindeutige Sprache: Der Tscheko-See ist in Wirklichkeit ein Krater, an dessen Grund noch heute ein großes Fragment jenes Objektes vergraben liegt, dass die Wissenschaftler aus Bologna für einen Meteoriten halten.
Bis das Objekt selbst jedoch (wenn überhaupt) geborgen und untersucht wird, dürften auch Kritiker weiterhin an der Theorie rund um den Tscheko-See zweifeln sowie die Diskussionen darum, um was es sich bei dem im Boden vergrabenen Objekt handelt, alles andere als beendet sein.
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Quellen: agu.org, physorg.com, th.bo.infn.it



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