
Unter Luftabschluss blieben sowohl große Knochen von Säugetieren wie Elefanten, Nashörnern, Pferden und Löwen, als auch Reste von Amphibien, Reptilien, Muscheln und sogar Käferflügel erhalten. Ähnliches gilt für die Flora, von der nicht nur Hölzer von Schwarzerle, Kiefer und Tanne, sondern auch Zapfen, Blätter, Pollen und Samen vieler anderer Pflanzen in bester Qualität erhalten sind. "Alle Funde lagen bis zu der Eröffnung des Schöninger Braunkohle-Tagebaus unter dem Grundwasserspiegel, der vor 30 Jahren künstlich gesenkt wurde", erläutert die Pressemitteilung der Universität.
Zu den wichtigsten Funden der letzten vier Jahre gehören die Reste eines Wasserbüffels im archäologischen Kontext, ein fast vollständig erhaltener Auerochse, einer der ältesten in Mitteleuropa, und mehrere Konzentrationen von Steinartefakten, Knochen und einzelne Hölzer. "Die Funde zeigen, dass hier nicht eine einzelne Fundstelle, sondern eine ganze Fundlandschaft untersucht wird. Schöningen ist dadurch nicht nur für Archäologen, sondern auch für die Quartärökologie und die Klimaforschung eine weltweite Referenz", so die Archäologen.
Um der Öffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit der Archäologen zu verschaffen, entsteht derzeit das "paläon", ein Forschungs- und Erlebniszentrum, das auch als außerschulischer Lernort 2013 eröffnet wird.
Quelle: uni-tuebingen.de



Kommentare von Lesern
für unseren Newsletter an