Die schweren Überschwemmungen im Nordosten Indiens haben inzwischen schon mehr als zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Mindestens 18 Menschen seien in den Fluten getötet worden, teilte der Katastrophenschutz des Bundesstaates Assam am Mittwoch mit.

Guwahati, 26. September - Nach Angaben des indischen Verteidigungsministeriums werden die Menschen in der Region per Hubschrauber mit Lebensmitteln, Medizin und Hilfsmaterial versorgt. Allerdings behindere der nicht nachlassende Regen zum Ende der Monsun-Saison die Rettungsarbeiten.

Der Fluss Brahmaputra, der in Tibet entspringt, überschwemmt den abgelegenen Bundesstaat Assam bereits zum dritten Mal innerhalb von vier Monaten. Nach vorläufigen Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums stehen 19 von 27 Bezirken Assams unter Wasser. Rund 2600 Dörfer und 400.000 Hektar Erntefläche sollen betroffen sein.

Im benachbarten Bangladesch wurden nach Behördenangaben 250.000 Menschen von den Wassermassen eingeschlossen. Allein im Bezirk Kurigram, an der Grenze zu Assam, seien 200.000 Menschen in ihren Häusern gefangen, sagte ein Behördenmitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP. Die Regenfälle hätten den Brahmaputra-Strom innnerhalb von 24 Stunden um 25 Zentimeter ansteigen lassen.

Quelle: n-tv.de, AFP