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© Robert Schlesinger/dpaBeim ersten herbstlichen Sturm in Berlin ist die Feuerwehr am Donnerstag zu 80 Einsätzen ausgerückt. Quer über die Stadt verteilt seien Bäume umgestürzt.
Berlin/Potsdam - Ein Unwetter mit Regen und Sturmböen hat am Samstag in Berlin und Brandenburg teilweise heftige Schäden verursacht. Es gab Einschränkungen im S-Bahn sowie Fern- und Regionalverkehr. In Berlin wurden örtlich Windgeschwindigkeiten von mehr als 90 Stundenkilometern registriert, in Potsdam sogar mehr als 100 Stundenkilometer, wie Meteorologe Andreas Blei vom privaten Wetterdienst Meteogroup Deutschland sagte.

In Brandenburg verursachte der Herbststurm zumeist hohe Sachschäden. So fiel in Prenzlau ein Baugerüst um und demolierte insgesamt drei Pkw. Personen kamen nicht zu Schaden. Als das starke Regengebiet über das Havelland zog, kam auf der Bundesautobahn 5 zwischen Dallgow und Döberitz ein Auto von der Fahrspur ab und kollidierte mit einem anderen Pkw, dessen Fahrer und Beifahrerin verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurden. Grund war der Polizei zufolge vermutlich durch unangepasste Geschwindigkeit ein damit verbundenes Aquaplaning. Die meisten wetterbedingten Einsätze hatten in Potsdam mit umgestürzten Bäumen zu tun, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordwest.

Baum auf Gleise gestürzt

Die Berliner Feuerwehr rückte am Samstag insgesamt 70 Mal wetterbedingt aus - davon allein zwischen 15.30 und 16.30 Uhr 35 Mal, wie ein Sprecher sagte. In allen Bezirken hätte der Sturm Bäume umgestürzt, aber auch zahlreiche Wasserschäden seien registriert worden. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Ein über vier Gleise gestürzter Baum zwischen den Bahnhöfen Tiergarten und Bellevue legte Bahnverbindungen in Berlin zeitweise lahm. Zwischen 15.40 und 17.15 Uhr konnten wegen des Hindernisses keine Fern- und Regionalzüge zwischen Zoo und Hauptbahnhof fahren, wie ein Bahnsprecher sagte. Die Einschränkungen bei der S-Bahn endeten um 17.30 Uhr.

Mit dem Unwetter und der Kaltfront, die die Meteorologen so nicht vorhergesehen hatten, sanken auch die Temperaturen stark. Es habe innerhalb kurzer Zeit einen Temperatursturz von 18 auf 12 Grad Celsius gegeben, erläuterte Meteorologe Blei. Nach seinen Angaben sollte am Abend und in der Nacht zum Sonntag eine weitere Wetterberuhigung eintreten. An den kommenden Tagen werde es nur noch einzelne Schauer geben.

dapd