Die Behörden schätzten die Zahl der Teilnehmer in Barcelona auf 65'000. Ein separatistischer Katalane, der einen der Demonstranten angreifen wollte, wurde festgenommen. Die Demonstration verlief sonst ohne Zwischenfälle.
«Wir alle sind Katalonien»
An der Kundgebung nahmen zahlreiche führende Mitglieder der in Madrid regierenden konservativen Volkspartei (PP) teil. Auch die katalanische Abteilung der PP weist die Unabhängigkeitsbestrebungen in der Region im Nordosten Spaniens entschieden zurück.
Der Nationalfeiertag wurde im ganzen Land von der Debatte über den katalanischen Separatismus überschattet, der durch die Wirtschaftskrise wieder aufgeflammt war. Auch in anderen Landesteilen wurde für die Einheit des Landes unter dem Motto «Wir alle sind Katalonien» demonstriert.
Der Regierungschef von Katalonien, Artur Mas, nahm nicht an den offiziellen Feierlichkeiten zum spanischen Nationalfeiertag teil. Mas, der Ende September Neuwahlen ausgerufen hatte, liebäugelt selbst mit einer Unabhängikgeit Kataloniens. Die nach Unabhängigkeit strebenden Katalanen begehen ihren eigenen Nationalfeiertag am 11. September.

Die Wirtschaftskrise prägte den Festtag in Spanien auch in Madrid. Bei der traditionellen Militärparade rollten keine Panzer und Kampffahrzeuge über die Prachtboulevard Paseo de la Castellana.
In der Luft waren nur sieben Maschinen einer Kunstflugstaffel zu sehen, gegenüber 55 Flugzeugen und Helikoptern im vergangenen Jahr. Die Zahl der an der Tribüne mit König Juan Carlos vorbeimarschierenden Soldaten wurde von 3100 auf 2600 reduziert. Nach offiziellen Angaben wurden mit den Sparmassnahmen die Kosten der Militärparade im Vorjahresvergleich um etwa 70 Prozent von 2,8 Millionen Euro auf 900'000 Euro gesenkt.
dpa/frua;fasc




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