Großeinsatz wegen Schneelast für steirische Feuerwehren - 6.000 Kärntner Haushalte zwischenzeitlich ohne Strom
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© apa/landespolizeidirektion steiermarkIm steirischen Bezirk Liezen geriet ein Sattelschlepper ins schleudern.
Klagenfurt - Der Wintereinbruch in Kärnten hat in der Nacht auf Montag zu zahlreichen Stromausfällen geführt. Nasser Neuschnee drückte Bäume um, die auf Stromleitungen fielen. Insgesamt waren 6.000 Haushalte in den südlichen Landesteilen (Bezirke Hermagor, Villach Land, Klagenfurt Land sowie Völkermarkt) betroffen.

Am Vormittag war der Großteil der Schäden bereits behoben. "Unsere Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Reparatur", sagte der Sprecher des Energieversorgers Kelag, Josef Stocker. Durch den Schnee kam es auch immer wieder zu Verkehrsunfällen und Behinderungen.

Mehrere Unfälle auf A2

In der Gemeinde Himmelberg stürzten drei Bäume auf einen Pkw. Laut ORF Kärnten blieb der 36 Jahre alte Lenker aber unverletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Auf der Drautalbundesstraße ereignete sich bei Rothenthurn einer Massenkarambolage an der sechs Pkw beteiligt waren. Die B100 bleibt für zumindest zwei Stunden gesperrt. Auch auf der schneeglatten Südautobahn (A2) ereigneten sich mehrere Unfälle. Zwischen Bad St. Leonhard und Wolfsberg krachte ein Auto in die Leitschiene.

Aber auch der ORF war von dem Wintereinbruch betroffen. Die Senderanlage am Dobratsch fiel zwischenzeitlich total aus.

160 Feuerwehreinsätze in der Steiermark

Der frühe Wintereinbruch mit Schneefahrbahnen auch in den tiefer gelegenen Regionen hat seit Sonntag zu mehr als 160 Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehren in der Steiermark geführt. Großteils mussten durch die Schneelast umgefallene Bäume weggeräumt werden. Im obersteirischen Altaussee kam ein mit 25 Tonnen Gipskartonplatten beladener Sattelschlepper von der schneeglatten Fahrbahn ab.

Hunderte Feuerwehrleute mussten seit Sonntagmittag wegen des Schnees sowie Bränden bei Heizanlagen ausrücken. Von Bäumen verlegte Straßen wurden wieder freigeräumt, und von der Fahrbahn abgekommene Verkehrsteilnehmer mussten versorgt werden. Insgesamt waren rund 130 Wehren im Einsatz, wobei sich der Schwerpunkt auf die Regionen der Süd-, Ost- und Weststeiermark verlagerte.

Sattelschlepper geriet ins Schleudern

In Lupitsch im Gemeindegebiet von Altaussee (Bezirk Liezen) war ein Sattelschlepper kurz vor Mitternacht auf der B145 Salzkammergutstraße unterwegs, als das Schwerfahrzeug ins Schleudern geriet. Der 43-jährige Lenker kam mit dem Schlepper links von der Straße ab, danach stieß er gegen eine Böschung. Dabei drehte sich die Zugmaschine ein und wurde schwer beschädigt.

380 Liter Diesel mussten abgepumpt werden. Erst danach konnten die Gipskartonplatten ab- und auf einen Ersatz-Laster aufgeladen werden. Anschließend musste der verunfallte Schlepper von den Feuerwehren wieder auf die Straße gezogen werden. Die B145 war bis in die Montagmorgenstunden gesperrt.

Kaum Probleme in Tirol

Der Wintereinbruch hat in Tirol weiter kaum zu Verkehrsproblemen geführt. Die Polizei riet den Autofahrern zu Winterausrüstung. Die Autobahnen waren am Montag salznass. Gesperrt waren die Silvretta-Hochalpenstraße (Bezirk Landeck), das Timmelsjoch (Bezirk Imst) und in Südtirol das Stilfserjoch.

Am Montagvormittag gab es noch vereinzelt Schneeschauer. Für den Nachmittag prognostizierten die Meteorologen von Westen her ersten Sonnenschein. Bei den Temperaturen sollte es bis Dienstag "eher frostig" bleiben, hieß es.

Für zwei höher gelegene Verkehrsverbindungen bestand am Montagvormittag Kettenpflicht. Betroffen war die Arlbergpassstraße (Bezirk Landeck) und die Bundesstraße von Gerlos (Bezirk Schwaz) in Richtung Salzburg.

Fahrzeugbergungen im Burgenland

Die winterlichen Verhältnisse auf Burgenlands Straßen haben den Feuerwehren in der Nacht auf Montag zwar wenige, aber dennoch ein paar Einsätze beschert. Hängengebliebene Fahrzeug mussten geborgen, umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt werden, hieß es aus der Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ). "Insgesamt war es aber eine relativ ruhige Nacht", so ein Sprecher der LSZ.

Montagvormittag mussten Feuerwehrleute zu einem Einsatz bei Markt St. Martin ausrücken. Drei Lkw waren hängegeblieben und mussten von den Feuerwehrleuten geborgen werden.

(APA)