Der Dreimaster aus dem Filmklassiker „Meuterei auf der Bounty“ treibt unbemannt vor der US-Küste. Die Besatzungsmitglieder mussten das Schiff verlassen - doch konnten sich wohl nicht alle in Sicherheit bringen: Zwei Crew-Mitglieder werden vermisst.

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Wegen des
Hurrikans „Sandy“ ist ein Dreimaster vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina in Seenot geraten. Zwei Hubschrauber der US-Küstenwache retteten die Besatzung des Filmschiffs
Bounty, das wegen Hurrikan „Sandy“ in Seenot geraten war. Zwei Menschen wurden allerdings auch Stunden nach der Aktion noch vermisst.
Die 16 Mann starke Besatzung, ursprünglich war von 17 die Rede gewesen, hatte den aus dem Hollywood-Klassiker bekannten Großsegler
HMS Bounty am frühen Montagmorgen (Ortszeit) etwa 150 Kilometer südöstlich von North Carolina aufgegeben. Der Dreimaster, ein 1960 entstandener Nachbau des zwei Jahrhunderte älteren Originals, war antriebslos in Seenot geraten. Die Mannschaft kämpfte mit mehr als fünf Meter hohen Wellen und Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern. Die Besatzung ging daraufhin in zwei Boote und funkte um Hilfe. Offenbar gelang es allen 16 Crew-Mitgliedern zunächst, das Schiff zu verlassen. Bei der Rettungsaktion mit den Hubschraubern wurden jedoch nur 14 Personen gerettet.
Die Boote wurden von einem „Hercules“-Transportflugzeug der Küstenwache entdeckt. Zwei MH-60-Hubschrauber näherten sich dann trotz rauer See den Booten und nahmen die Fliehenden auf. Dabei hatten die Hubschrauber mit fast sechs Meter hohen Wellen zu kämpfen. Die „Hercules“ suchte weiter nach den zwei Vermissten. Ein dritter Hubschrauber stand bereit, um die beiden zu retten.
Stapellauf im Jahr 1961Die Eignerin des 55 Meter langen Schiffes, das für den Filmklassiker
Meuterei auf der Bounty von 1962 gebaut worden war, hatte die Küstenwache am Sonntagabend alarmiert, nachdem der Kontakt zu der Besatzung abgebrochen war. Die Küstenwache hatte daraufhin ein Flugzeug losgeschickt, das die Kommunikation mit der Schiffsbesatzung wiederherstellen konnte. Der
Bounty-Nachbau wird neben Filmauftritten und Erlebnisfahrten als Museumsschiff genutzt. Hurrikan „Sandy“ soll in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) in den Bundesstaaten New Jersey und Delaware auf Land treffen. Auch die Metropole New York bereitete sich auf den Sturm vor, dort kam das öffentliche Leben zum Erliegen. Mehr als 1100 Kilometer lang ist der Küstenstreifen von Maine bis nach South Carolina, der die Auswirkungen von „Sandy“ zu spüren bekommen könnte. Im Gefahrengebiet im Nordosten der USA wohnen etwa 50 Millionen Menschen.
kma/AFP
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