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© AFP/Getty ImagesStraßenszene in New Jersey
Aufräumarbeiten laufen / Flughäfen öffnen wieder

Nach dem verheerenden Hurrikan "Sandy" mit dutzenden Toten und schweren Verwüstungen kämpft der Osten der USA um Rückkehr zur Normalität. Die New Yorker Flughäfen JFK und Newark nahmen den Flugbetrieb allmählich wieder auf, Busse fuhren, die Börsen öffneten wieder. Bürgermeister Michael Bloomberg erklärte die Wiederherstellung des Stromnetzes und des öffentlichen Nahverkehrs zur Priorität.

Der Südteil Manhattans ist weiterhin vom Stromnetz abgehängt, das öffentliche Leben steht dort still. Geschäfte, Bars und Restaurants bleiben geschlossen, Streifenwagen sollen in den dunklen Straßen für Sicherheit sorgen. Hausverwaltungen verteilten gratis Taschenlampen und Trinkwasser, manche stellten auch tragbare Toiletten bereit.

Insgesamt sind in New York noch immer eine halbe Million Menschen ohne Stromversorgung. Die Schulen blieben ebenso geschlossen wie die Autotunnel mit Ausnahme des Lincoln-Tunnels. Viele US-Amerikaner tauschen sich nach dem Abzug des Unwetters über Internet-Dienste wie Twitter aus, um Hilfe zu organisieren und die Arbeit der freiwilligen Helfer zu koordinieren.

Die U-Bahnen stehen weiter still, sollten am Donnerstag aber wieder teilweise den Betrieb aufnehmen, wie der Gouverneur des Staats New York, Andrew Cuomo, ankündigte. Nachdem die Schächte kilometerweit überschwemmt worden waren, wird es noch Tage dauern, das Wasser abzupumpen und Müll aus den Schächten zu räumen. Das Wasser in den Tunneln ist auch für den anhaltenden Stromausfall verantwortlich, weil dort viele Leitungen entlanglaufen.

Dennoch habe New York das Schlimmste hinter sich, "und von hier aus geht es hoffentlich aufwärts", verkündete Bloomberg. Die Organisatoren des New-York-Marathons teilten mit, das internationale Sportereignis am kommenden Sonntag solle wie geplant stattfinden. Die alljährliche Halloween-Parade am Abend wurde dagegen erstmals seit 39 Jahren abgesagt.

Im ältesten US-Atomkraftwerk Oyster Creek im Bundesstaat New Jersey wurde der Alarm wieder aufgehoben. Die Behörden hatten am Dienstag den Alarmzustand erklärt, weil die Hauptstromversorgung des wegen Wartungsarbeiten schon zuvor abgeschalteten Kraftwerks ausgefallen war und Überschwemmungen über die Dämme der Kühlwasserkanäle zu treten drohten. Das Hochwasser sei zurückgegangen, die Lage habe sich normalisiert, erklärte die US-Atomsicherheitsbehörde.

Bisher stieg die Zahl der Sturmopfer in Nordamerika auf mindestens 51, davon allein 24 in New York City. Zuvor hatte "Sandy" in der Karibik 67 Menschen in den Tod gerissen. Auf dem weiteren Weg über das US-Festland brachte "Sandy" den Bundesstaaten Ohio, Pennsylvania und West Virginia heftigen Schneefall mit bis zu 90 Zentimetern Neuschnee.