
Der Nachweis dieser Substanzen schon in der frühen Phase der Mission zeige die Fähigkeiten des mobilen Labors in den kommenden zwei Jahren die unterschiedlichsten Boden- und Gesteinsarten genau zu analysieren.
Mit dem "Sample Analysis at Mars"-Miniaturlabor (SAM) und dem "Chemistry and Mineralogy"-Instrument (CheMin) ist der Rover in der Lage, die Bodenproben genauestens auf ihre Inhaltsstoffe hin zu analysieren und dabei ganz gezielt nach organischen und somit kohlenstoffhaltigen Verbindungen zu suchen, die die Zutaten des Lebens darstellen können.
Während Wassermoleküle, wie sie mit SAM an den Sand- und Staubkörnern der Probe anhaftend im Marsboden nachgewiesen wurden, nicht unerwartet waren, zeigten sich die Wissenschaftler aber dennoch über deren Menge erstaunt - lag diese doch höher als erwartet. Dennoch bedeute der Nachweis dieser Moleküle nicht, dass der Boden selbst "nass" sei.
Möglicherweise hat das SAM-Labor in den Proben auch Perchlorate (u.a. bestehend aus Sauerstoff und Chlor) entdeckt, wie sie schon von der Phoenix-Sonde der NASA im Marsboden entdeckt wurden (...wir berichteten).
Reaktionen mit anderen im SAM-Labor erhitzten Chemikalien bildeten chlorierte Methanverbindungen und damit eine organische Kohlenstoffverbindung. Doch während sich die Forscher sicher sind, dass das gemessene Chlor vom Mars selbst stammt, sei derzeit noch ungewiss, ob es sich bei dem Kohlenstoff nicht doch um eine irdische Kontamination handele.
Aufgrund dieser Sachlage, so der SAM-Chefuntersucher Paul Mahaffy vom Goddard Space Flight Center der NASA, könne man derzeit "noch nicht von einem eindeutigen Nachweis organischer Verbindungen auf dem Mars" sprechen. Man werde aber weiterhin an anderen Orten nach diesen suchen.
"Die Vielfalt der schon jetzt gewonnenen Daten beinhaltet große Versprechungen für die Arbeiten am angepeilten Zielort des Rovers: den Hängen des Mount Sharp im Zentrum des Gale-Kraters", so John Grotzinger vom Jet Propulsion Laboratory, der mit seinen Aussagen über eine "Entdeckung für die Geschichtsbücher" weltweit für Spekulationen gesorgt hatte.
Jetzt erklärte auch Grotzinger auf der Pressekonferenz, dass noch ausgeschlossen werden müsse, dass es sich bei den von SAM gemessenen organischen Verbindungen nicht um irdische Verunreinigungen im Brennofen des Instruments selbst handele.
Quelle: NASA



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