Leicester (England) - Bei dem Fund des Labyrinths, so die Pressemitteilung der University of Leicester, handele es sich um eines der ersten Ergebnisse der umfangreichen Studie durch Professor Clive Ruggles von der University of Leicester's School of Archaeology and Ancient History und Dr. Nicholas Saunders vom Department of Archaeology and Anthropology von der University of Bristol.

Hinweise auf das nun erstmals beschriebene Labyrinth wurden von den Forschern erstmals 1984 entdeckt und nach einer bald 20 jährigen Forschungspause nun vervollständigt werden: "Als ich begann dieses Labyrinth von seiner Mitte aus abzulaufen, hatte ich noch überhaupt keine Vorstellung davon, um was es sich handelt", erinnert sich Ruggles. "Erst nach und nach wurde mir die gewaltige Ausdehnung bewusst und dass dieses Muster zum Abschreiten gedacht war. Wahrscheinlich war ich der erste Mensch nach 1.500 Jahren, der das Muster erkannt und wieder von Anfang bis Ende abgeschritten hatte."
Tatsächlich entziehe sich das Labyrinth in seiner Gesamtausdehnung dem heutigen Betrachter größtenteils - selbst aus der Vogelperspektive. "Erst wenn man es am Boden abschreitet, offenbart sich seine Gesamtlänge von 4,4 Kilometern, auf denen der breite Pfad immer wieder seine Richtung wechselt."
"Das Labyrinth ist in der flachen und an Merkmalen armen Landschaft nahezu vollständig verborgen. Erst wenn man darauf entlang geht, erkennt man den sich vor einem öffnenden und weiterführenden Weg. Aus diesem Grund macht das Muster auch aus der Luft betrachtet zunächst keinen (zusammenhängenden) Sinn."
Laut Ruggles erschuf und nutze das antike Nazca-Volk die Geoglyphen durch eben dieses Ablaufen der Muster am Boden. Somit - so spekuliert das Forscher-Duo - liege die Bedeutung der Bodenmuster vielmehr in deren ursprünglicher Herstellung statt in ihrer darauf folgenden Nutzung.
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Quelle: antiquity.ac.uk, cliveruggles.net






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