Wissenschaft und TechnologieS


Camera

Erstaunliche Aufnahme: ISS-Astronaut fotografiert "Mond-UFO"

Mond hinter verzerrter Erdatmosphäre
© André Kuipers, NASA/ESADer Mond verschwindet hinter der seine Form verzerrenden Erdatmosphäre.
Amsterdam/ Niederlande - Um den derzeitigen Arbeitsplatz des niederländischen Astronauten André Kuipers dürften ihn viele Menschen beneiden - gehört der ESA-Astronaut doch zur derzeitigen Besatzung der Internationalen Raumstation ISS und veröffentlicht regelmäßig auch erstaunliche Fotoaufnahmen aus dem All auf einem eigens dazu eingerichteten Internetseite. Während des "Supermond" am vergangenen Wochenende (...wir berichteten), gelangen Kuipers nun ganz besondere Aufnahmen.

Zu sehen ist der besonders helle und um 14 Prozent vergrößerte Vollmond nicht nur unmittelbar über der Erdatmosphäre (s. folgendes Foto) sondern auch, während dieser aus Sicht der ISS hinter der Atmosphäre verschwindet - sozusagen in diese eintaucht. Bei diesem Vorgang wirkt die Atmosphäre der Erde derart verzerrend, dass der Mond teilweise zu einer fast schon klassischen UFO-Scheibe zusammengestaucht wird (s. Abb. o.).

Eye 2

Höher entwickelte Wesen und ihre mögliche Beziehung zur menschlichen Spezies

Durch eine neue astrophysikalische Studie wissen wir, dass bis zu 40 Prozent der so genannten Roten Zwerge (eine Art von Sternen oder »Sonnen«) über Planeten verfügen, die der Erde ähnlich sind und sie in genau der richtigen Entfernung umkreisen, die Leben in der uns bekannten Form zulässt. Warum das so bedeutsam ist?
Teil der Erde aus dem Weltraum gesehen
© Unbekannt
Nun, die Anzahl der Sterne in unserer Galaxie, der Milchstraße, wird auf 200 bis 400 Milliarden geschätzt. Und jeder dieser Sterne ist eine »Sonne« mit einem eigenen Sonnensystem. Schätzungsweise 70 bis 90 Prozent dieser Sterne sind Rote Zwerge. (Siehe Quellen am Ende des Berichts.)

Rechnen wir einmal nach, und zwar ausgehend von der konservativsten Annahme: 200 Milliarden Sterne in der Milchstraße, davon 70 Prozent Rote Zwerge, davon wiederum 40 Prozent mit erdähnlichen Planeten in einer Entfernung, die Leben möglich erscheinen lässt. Mit dieser Rechnung kommen wir auf 56 Milliarden Planeten allein in unserer Galaxie, auf denen es möglicherweise Leben gibt. (Von den Milliarden weiter entfernter Galaxien wollen wir hier gar nicht reden.)

Einige dieser Planeten, auf denen möglicherweise Leben vorkommt, sind aus galaktischer Sicht enge Nachbarn: Bis zu 100 solche Planeten existieren im Umkreis von nur 30 Lichtjahren von der Erde.

Wieder erhebt sich Frage: Warum ist das bedeutsam? Die Milchstraße ist (geschätzte) 13,2 Milliarden Jahre alt. Auf der Erde haben sich die menschliche Zivilisation und moderne Technik erst in den letzten paar Tausend Jahren entwickelt, ein ähnlicher Fortschritt wäre auf anderen Planeten schon Millionen Jahre früher möglich gewesen.

Kommentar: Einige weitere Buch-Empfehlungen zum Thema:

Politische Ponerologie von Andrzej Lobaczewski und Laura Knight-Jadczyk

Gewissenlos. Die Psychopathen unter uns von Robert D. Hare und Karsten Petersen

Der Soziopath von nebenan. Die Skrupellosen: ihre Lügen, Taktiken und Tricks von Martha Stout

Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit von Paul Babiak, Robert D. Hare

Die Welle reiten von Laura Knight-Jadczyk

The Secret History of the World and How to Get Out Alive von Laura Knight-Jadczyk und Patrick Riviere


Bulb

Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben erhöht sich durch die Entdeckung des Kältesten Sterns

Bild
© R. Hurt/NASA Künstlerische Darstellung eines Braunen Zwergsterns (Illu.).
University Park/ USA - Mit dem weltgrößten Radioteleskop nahe Arecibo auf Puerto Rico haben US-Astronomen den bislang kältesten bekannten Stern entdeckt, der Radiowellen aussendet. Die Konsequenzen dieser Entdeckung sind weitreichend und könnten unter anderem die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben deutlich erhöhen.

Wie das Team um Matthew Route und Alex Wolszczan vom Department of Astronomy and Astrophysics und dem Center for Exoplanets and Habitable Worlds an der Penn State University berichten, entdeckten sie den Stern bei der Suche nach Brauen Zwergen. Bei diesem Zwergstern handelt es sich um kleine und kühle Sterne, die die Schwelle zwischen Gasriesen und Sternen markieren.

Bulb

Leben ist auch ohne RNA und DNA möglich

Bild
© ESO/IDA/Danish 1.5 m/R. Gendler, J.-E. Ovaldsen, C. C. Thöne and C. FéronArchivbild: Die Spiralgalaxie "Messier 100".
Cambridge/ England - Nachdem es einem internationalen Team aus Wissenschaftlern gelungen ist, künstliche Polymere zu erzeugen, die die gleichen Eigenschaften besitzen wie die natürlichen Träger der Erbinformation DNA und RNA, spekulieren die Forscher nun auch darüber, dass auch Leben auf fernen Planeten auf einer zu irdischen Lebewesen gänzlich unterschiedlichen chemischen Grundlage existieren könnte.

Bis zum Durchbruch des Teams um Philipp Holliger vom britischen Medical Research Council galten die Desoxyribonukleinsäure (DNS/DNA) und die Ribonukleinsäure (RNA) als einzig bekannte Moleküle, die sowohl Informationen speichern, diese weitergeben und dabei auch verändern können. Mit der nun entwickelten "künstlichen DNA" ist es jedoch ebenfalls möglich, Gene an Nachkommen zu übertragen.

Leben, das zeigt die Entdeckung, ist also nicht alleine auf die irdische DNA und RNA angewiesen. Alternativ könnten auch mindestens sechs weitere Moleküle genetische Erbinformation speichern und weitergeben.

Bulb

Neue Analysen bestätigen Fund von Gipsadern durch Mars-Rover Opportunity und den Beweis für einstig Lebensfreundliche Bedingungen auf dem Mars

Bild
© NASA/JPL-Caltech/Cornell/ASUAufnahme der Opportunity-Panoramakamera (Pancam) der 1 - 1,5 cm breiten und 50 cm langen Gipsader 'Homestake'.
Ithaca/ USA - Am Rande des Meteoriten-Einschlagkraters Endeavour hat der Mars-Rover Opportunity Ende 2011 tatsächlich Gipsadern im Boden entdeckt (...wir berichteten). Dies bestätigt nun eine aktuelle Studie der Vorort-Analyse des Fundes. Zumindest auf der Erde wird Gips in Wasser mit einer Temperatur unterhalb von 60°C abgeschieden. Der Fund belegt damit, dass zumindest vorübergehend lebensfreundliche Bedingungen auf dem Mars vorgeherrscht haben müssen.

Der Endeavour-Krater hat einen Durchmesser von 22 Kilometern und ist damit sowohl von seiner Größe als auch von der Gesteinszusammensetzung des Kraterrandes mit dem Nördlinger Ries vergleichbar. Zudem ermöglicht er Forschern mittels der Rover den Zugang zu Gestein aus einer geologisch älteren Periode als der schwefelreiche Sandstein, der eine große Fläche um die Opportunity-Landestelle bedeckt.

2 + 2 = 4

Evolution des Menschen ist laut Studie nicht abgeschlossen

Evolutionäre Naturkräfte wirken sich auch weiterhin auf die Entwicklung der Menschheit aus. Forscher der Universität Sheffield untersuchten in einer Studie wie sich die Landwirtschaft auf die Entwicklung der vier Kernaspekte der Menschheit auswirkten - Überleben, Partnersuche, Paarungserfolg und Zeugungsfähigkeit. Die Untersuchungen ergaben, dass sowohl arme als auch reiche Menschen bei der Evolution den gleichen Bedingungen unterworfen seien, Unterschiede existierten jedoch in der natürlichen Selektion zwischen den Geschlechtern.

Dass Fortschritte wie die Landwirtschaft immer noch Evolution nach sich ziehen, veranschauliche, dass die Interaktion zwischen Biologie und Kultur sich in einem bisher unterschätzten Ausmaß beeinflusst habe, so die Forscher. Frühere Studien ergaben, dass in den vergangenen 5.000 Jahren beispielsweise das Gehirn des Menschen schrumpfte und dass Menschen in immer jüngerem Alter mit ihrer Reproduktion beginnen.

(dts Nachrichtenagentur)

Magnify

Neues elemtares Teilchen entdeckt

Wissenschaftler aus der Europäischen Organisation für Atomforschungen machten eine neue erschütternde Entdeckung. Fachleute, die mit dem Großen Hadronen-Speicherring (Large Hadron Collider, LHC) arbeiten, entdeckten auf seinem Detektor ein zuvor für die Wissenschaft unbekanntes Teilchen - aufgeregtes schönes X-Baryon (auf Englisch excited beauty Xi(b) baryon). Das Baryon wurde „schön“ genannt, weil es aus drei Quarks besteht, unter denen das gleichnamige Quark, eine der Abarten von fundamentalen Teilchen vorhanden ist. Das aufgeregte schöne X-Baryon unterscheidet sich von herkömmlichen Baryonen durch größere Energie und Masse.

Die Wissenschaftler sind sicher, dass sie mittels des Großen Hadronen-Speicherringes noch viele Entdeckungen erbringen werden. Vor kurzem gelang es, ihn bis neues Leistungsniveau zu beschleunigen. Zusammenstöße von Protonen mit der Rekordgeschwindigkeit sollen gewiss die Bildung auch anderer neuer Teilchen zur Folge haben.

Penis Pump

Oxytocin ist besser als Viagra

Das Potenzmittel Viagra könnte bald Konkurrenz bekommen. Forscher aus Kalifornien haben nachgewiesen, dass ein Nasenspray mit dem Hormon Oxytocin ähnlich erfolgreich die Potenz anregt wie die blauen Pillen. Nur die Nebenwirkungen blieben aus.

Oxytocin ist ein körpereigenes Hormon, das bisher vor allem als Kuschel- und Bindungshormon bekannt wurde. Als Medikament wird es unter anderem in der Geburtshilfe eingesetzt, um die Wehentätigkeit zu fördern oder den Milchfluss anzuregen. Darüber hinaus stärkt es die Bindungsfähigkeit und das Vertrauen in Mitmenschen.

Dass das „Kuschelhormon“ auch die Lust steigert, darauf kam das Forscherteam um den Psychiater Kai MacDonald an der University of California deshalb auch eher zufällig. Ursprünglich hatten die Wissenschaftler Oxytocin einem männlichen Patienten verordnet, der unter einer sozialen Angststörung und unter Beziehungsproblemen zu seiner Frau litt. Der Familienvater sollte das Hormon zwei Mal pro Tag in Form von Nasenspray zu sich nehmen.

Evil Rays

Brieftauben orientieren sich am Erdmagnetfeld

taube
© ColourboxBrieftauben haben eine Art Navigationssystem im Kopf.
Brieftauben finden sich im Erdmagnetfeld zurecht, weil bestimmte Hirnzellen aufgenommene Informationen zu einer Art Navigationssystem verknüpfen. Das zeigen Versuche in einer Magnetkammer.

Wie Brieftauben stets so sicher wieder nach Hause finden, beschäftigt Wissenschaftler schon seit langem. Nun ist das Rätsel gelöst. US-Forscher entdeckten, dass die Vögel ein Navigationssystem aus speziellen Nervenzellen im Gehirn haben. Bei einem Versuch in einer Magnetkammer konnten die Wissenschaftler 53 Neuronen im Stammhirn identifizieren. Diese verarbeiten die magnetischen Informationen zu einer Art GPS-System. Dafür nutzen die Tiere Intensität, Höhe und Größe des Erdmagnetfelds, schreiben Le-Quing Wu und David Dickman von der Medizinischen Universität Houston in Texas im Fachjournal Science.

Saturn

Saturnmond Phoebe war einst Planetenvorläufer und wurde von der Schwerkraft des Saturn eingefangen

Saturnmond Phoebe
© NASA/JPL-Caltech/Space Science InstituteCassini-Nahaufnahme des Saturnmondes Phoebe. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.)
Pasadena/ USA - Der heutige Saturnmond Phoebe war einst ein Planetenvorläufer, ein sogenannter Planetesimal. Zu diesem Ergebnis kommen NASA-Wissenschaftler anhand neuer Daten der Saturnsonde Cassini und aktueller Simulationen. Phoebe bietet somit den Forschern damit einen Blick in jene Zeit, in der das Sonnensystem entstand.

Wie die Planetenforscher um Julie Castillo-Rogez vom "Jet Propulsion Laboratory" (JPL) der NASA aktuell in der Fachzeitschrift Icarus berichten, zeichnen die neuen Daten zur chemischen Zusammensetzung, Geophysik und Geologie ein gänzlich neues Bild des ungewöhnlichen Saturnmondes.

"Objekte wie Phoebe habe sich wahrscheinlich sehr schnell gebildet und stellen sozusagen die Grundbausteine von Planeten dar", so Castillo-Rogez. Die Forscher gehen davon aus, dass Phoebe einst im Kuipergürtel entstand. Diese ringförmige und vergleichsweise flache Region außerhalb der Neptunbahn erstreckt sich in einer Entfernung von ungefähr 30 bis 50 Astronomischen Einheiten (AE) nahe der Ekliptik und beinhaltet tausende Objekte, darunter schätzungsweise mehr als 70.000 Objekte mit mehr als 100 km Durchmesser.