Das Kind der GesellschaftS


Bomb

Soldat entschärft Bombe an Selbstmordattentäter

Brisante Szenen aus dem Alltag von Soldaten in Afghanistan: Sicherheitskräfte setzen einen Selbstmordattentäter fest. Ein Bombenexperte entschärft den Sprengsatz am Körper des Mannes.


Dollars

ALG-II Ansprüche werden wegen Scham nicht gestellt

Jobcenter verhindern oftmals Leistungsanträge

Nach einem Bericht des Tagesspiegels verzichten zwischen 34 und 44 Prozent auf Hartz IV-Leistungen, obwohl sie darauf einen Anspruch hätten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

„Demnach ist die Berechnung der Hartz IV-Regelsätze falsch, weil nach wie vor die verdeckte Armut nicht herausgerechnet wurde. Damit wird erneut deutlich, dass Hartz IV menschenunwürdig ist“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland. Die Initiative fordert eine Anhebung der Regelsätze.

Grundlage könnte das Positionspapier des im Dezember gegründeten Bündnisses für ein „menschenwürdiges Existenzminimum“ sein. Erstmals hatten Erwerbsloseninitiativen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und Bauern und Umweltverbände sich gemeinsam für deutlich höhere Regelsätze ausgesprochen.

Gründe, warum keine Leistungen beantragt werden, nennt das IAB in der Studie Unwissenheit, Scham oder eine nur sehr geringe zu erwartende Leistungshöhe. Die Linken-Vorsitzende, Katja Kipping sieht als Ursache auch die entwürdigende Prozedur in den Jobcentern.

„Dem können wir nur beipflichten. Viele Jobcenter müssen sich auch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie aktiv daran mitwirken, um einen Leistungsantrag zu verhindern, bzw. Menschen aus dem Leistungsbezug zu drängen“ so Behrsing weiter. Bestätigt fühlt sich das Erwerbslosen Forum Deutschland durch einen Vorstandsbrief der Bundesagentur für Arbeit zur „Planung und Steuerung der gemeinsamen Einrichtungen der Grundsicherung“ für 2013.

Che Guevara

Das Beste aus dem Web: Größte Demonstration der Weltgeschichte? 20 Millionen Menschen sind auf Ägyptens Straßen, fordern Morsis Rücktritt... oder Rebellion

Die ägyptische Protestbewegung hat dem Präsidenten ein Ultimatum bis Dienstag gegeben, um von seinem Amt zurückzutreten oder es mit einer Massen-Rebellion zu tun zu bekommen.

Etwa 20 Millionen aufgebrachte Bürger haben die Straßen in der ganzen Nation überschwemmt um ihre Frustration daüber kund zu tun, dass Mohamed Morsis seine Versprechen zu Amtsantritt vor einem Jahr nicht eingehalten hat.

Es wurden mindestens sieben Menschen getötet und bisher mehr als 600 verletzt. Bel Trew von RT berichtet (auf Englisch) aus Kairo.


War Whore

18-Jähriger in Texas wegen Scherz auf Facebook als Terrorist verhaftet und bis heute im Gefängnis

Weil er einen Scherz auf Facebook veröffentlichte wurde ein 18jähriger von der Polizei als Terrorist verhaftet. Er sitzt bis heute im Gefängnis. Ihm drohen acht Jahre Haft.

Justin Carter aus Texas, USA, unterhielt sich im Februar mit einem Freund über bei Facebook über das Videospiel "League of Legends". Die beiden scherzten über den Inhalt des Spiels und über die Aussagen anderer Freunde. In diesem Zusammenhang tippte Justin folgende schicksalhafte Sätze in Facebook, die er aber deutlich als "Witz" kennzeichnet: " Oh ja, ich bin wirklich verrückt. Ich werde eine Schule voller Kinder erschießen".

Der Satz war gekennzeichnet mit "lol" und "jk", was so viel heißt wie "just kidding", "nicht ernst zu nehmen".

Als die Polizei dahinterkam, wurde er im März verhaftet und sitzt bis jetzt im Knast. Vorwurf: "Terroristische Bedrohung". Es drohen acht Jahre Haft.

Key

Mutter tötete Vergewaltiger ihrer Tochter: Gefängnisstrafe vorerst ausgesetzt und Begnadigung ersucht

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Mehr als fünf Jahre muss eine Spanierin ins Gefängnis, weil sie den Vergewaltiger ihrer Tochter getötet hat. Nun soll die Frau ihre Strafe antreten - und bekam Aufschub: Die Regierung soll über eine Begnadigung entscheiden.

Alicante - Eine Spanierin, die den Vergewaltiger ihrer Tochter umgebracht hatte, muss vorerst nicht ins Gefängnis. Ein Gericht in Elche bei Alicante im Südosten Spaniens entschied, der Vollzug der Haftstrafe für die Frau werde ausgesetzt, bis die Regierung über eine Begnadigung entschieden hat.

María del Carmen García war zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil sie den Vergewaltiger ihrer Tochter mit Benzin übergossen und angezündet hatte. Sie beging die Tat, als sie dem Mann, der einen Hafturlaub erhalten hatte, in ihrem Dorf Benejúzar bei Alicante begegnete.

Der Oberste Gerichtshof reduzierte die Strafe später in einem Berufungsverfahren auf fünfeinhalb Jahre. Die Frau sollte am Donnerstag ihre Haftstrafe antreten. Mehrere Initiativen setzen sich für eine Begnadigung ein und haben Tausende Unterschriften gesammelt.

ulz/dpa

Family

Demonstranten in Türkei schließen sich mit Kurden zusammen

Istanbul - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sieht sich mit einer immer breiteren Protestbewegung konfrontiert.

Regierungsgegner solidarisierten sich am Wochenende spontan mit der kurdischen Bevölkerungsminderheit, nachdem Sicherheitskräfte am Freitag einen Kurden auf einer Demonstration in der südöstlichen Provinz Diyarbakir erschossen hatten. So wandelte sich ein Aufmarsch der Erdogan-Gegner in Istanbul am Samstag zu einem Protest gegen den Umgang des Staats mit den Kurden. Die Kurdenpartei BDP kündigte für Sonntag weitere Kundgebungen im ganzen Land an, mit denen sie "einen Sommer der Proteste" einläuten wollte. Es wurden Unruhen befürchtet.

"Mordende Polizei, raus aus Kurdistan", riefen einige der Demonstranten in Istanbul. Viele saßen auf den Straßen, die zum Taksim-Platz führten, wo es vor einigen Wochen zu den ersten größeren Anti-Erdogan-Protesten kam. Die Polizei hinderte sie diesmal daran, auf den Platz zu gelangen. Bei der Beerdigung des Mannes am Samstag hatten zuvor Hunderte Parolen gegen die Regierung skandiert. Der Kurde war erschossen worden, als er mit etwa 200 anderen Demonstranten gegen den Bau einer Polizeistation protestiert hatte. Es waren die gewaltsamsten Auseinandersetzungen, seit der inhaftierte Chef der verbotenen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, im März einseitig einen Waffenstillstand verkündet hatte.

Stormtrooper

Rückschau Gegen Klimaskeptiker vorgehen: Opfer Henrik Svensmark

Henrik Svensmark
Henrik Svensmark
Acht Jahre lang begleitete der dänische Filmemacher Lars Oxfeldt Mortensen den dänischen Atmosphärenphysiker Henryk Svensmark dabei, wie der versuchte seine sensationelle Entdeckung von der Art der Wirkung der solaren Aktivität auf das globale Klima, in der Fachwelt publik zu machen. Svensmarks aufsehenerregende Klärung des Prozesses, mit dem die solare Einstrahlung auf den Planeten mittels Sonnenwind und kosmischer Höhenstrahlung die Wolkenbildung der unteren Troposphäre moduliert, stieß bis heute -seitens der dem IPCC verbundenen “Experten”- auf heftige Ablehnung bis eiserne Nichtbeachtung.

Herausgekommen ist eine beachtliche Dokumentation

Das für den Klimawandel in erster Linie die von Menschen verursachten CO2-Emissionen verantwortlich sein sollen, zieht eine Gruppe von Wissenschaftlern um den dänischen Physiker Henrik Svensmark in Zweifel. Für sie sind Zusammenhänge magnetischer Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung und Wolkenbildung für die Erdtemperaturen von erheblicher Bedeutung.

Es gibt mehrere multidisziplinäre wissenschaftliche Studien, die die CO2-Hypothese infrage stellen. So fahndet der dänische Physiker Henrik Svensmark seit längerer Zeit nach anderen Ursachen für die globale Erwärmung. Er entdeckte neue Zusammenhänge zwischen der magnetischen Sonnenaktivität, der kosmischen Strahlung und der die Erdtemperaturen regulierenden Wolkenbildung. Die Existenz des Klimawandels wird nicht in Abrede gestellt, immer mehr Wissenschaftler setzen ihn aber mit den natürlichen Mechanismen in Beziehung, die sich in Zeit und Raum vollziehen.

Geologen, Astronomen und Paläoklimatologen wie Henrik Svensmark, Nir Shaviv und Jan Veizer betrachten die Klimaentwicklung über 500 Millionen Jahre hinweg. Ihrer Meinung nach muss die globale Erwärmung in Kenntnis der in jüngster Zeit erforschten komplexeren Beziehungen untersucht werden. Lars Oxfeldt Mortensen beleuchtet in seiner Wissenschaftsdokumentation diese internationale Forschung.

V

Hunderttausende Ägypter gegen Mursi: „Verschwinde!“

Istanbul/Kairo - Rote Karte für einen Islamisten: Mit wehenden Fahnen und lautstarken Sprechchören haben mehr als 300 000 Ägypter gegen ihren Präsidenten Mohammed Mursi protestiert.

Am ersten Jahrestag seines Amtsantritts riefen die Menschen in Kairo und anderen Städten dem Staatschef «Verschwinde!» entgegen. Ähnliche Szenen hatten sich 2011 bei den Protesten gegen den damaligen Machthaber Husni Mubarak abgespielt. Mehrere Demonstrationszüge setzten sich am frühen Abend Richtung Präsidentenpalast in Bewegung. Im Stadtteil Giza schlossen sich auch einige Polizeioffiziere den Protestmärschen an.

Wenige Kilometer von den Protestierenden entfernt versammelten sich im Kairoer Vorort Nasr-City Zehntausende Anhänger der islamistischen Parteien, um ihre Solidarität mit Mursi zu bekunden. Einige von ihnen trugen Stöcke bei sich.

Die Opposition will mit Unterstützung verschiedener Jugendbewegungen den Staatschef zum Rücktritt zwingen. Für die Muslimbrüder, als deren Kandidat Mursi zum Präsidenten gewählt worden war, kommen Neuwahlen nicht infrage.

Tausende Gegner der islamistischen Regierung fuhren am Morgen aus der Provinz nach Kairo, um sich auf dem seit dem Arabischen Frühling weltweit bekannten Tahrir-Platz zu versammeln. Der zentrale Kairoer Verkehrsknotenpunkt war bereits Schauplatz der Massenproteste gewesen, die am 11. Februar 2011 zum Sturz Mubaraks geführt hatten. Auch in der Hafenstadt Alexandria, in Port Said und in der Tempelstadt Luxor gingen Menschen auf die Straßen. In Alexandria klagten mehrere Demonstranten über Vergiftungserscheinungen, nachdem sie von Unbekannten am Straßenrand umsonst Flaschen mit Wasser und Limonade erhalten hatten. Die Organisatoren der Proteste warnten daraufhin davor, Getränke anzunehmen. Lokale Medien berichteten, bei Gewalt zwischen Islamisten und Regierungsgegnern in der Stadt Al-Mansura seien 17 Menschen verletzt worden.

Che Guevara

100.000 Studenten gegen Bildungssystem in Chile

In Chile protestieren 100.000 Studenten gegen die Privatisierung der Universitäten. Innenminister Andres Chadwick nennt sie „Kriminelle und Extremisten“.
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© dpaPolizist trifft Student in Santiago de Chile.
Santiago - Im Anschluss an eine friedliche Demonstration von Studenten ist es in der chilenischen Hauptstadt Santiago zu schweren Krawallen gekommen. 102 Menschen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen, vier Polizisten verletzt. Landesweit waren am Mittwoch rund 100.000 Studenten auf die Straße gegangen, um für ein gerechteres Bildungssystem zu demonstrieren.

Die Auseinandersetzungen begannen, als Protestierende Molotow-Cocktails auf eine Polizeiwache warfen, ein Restaurant verwüsteten und Barrikaden auf den Straßen der Hauptstadt errichteten. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

„Das waren keine Studenten, das waren Kriminelle und Extremisten“, erklärte Innenminister Andres Chadwick später auf einer Pressekonferenz. „Sie haben koordiniert und geplant gehandelt, um diese Gewaltakte zu provozieren.“

Che Guevara

Demonstration gegen Obamas Außenpolitik in Südafrika

Die Afrika-Reise von US-Präsident Obama wird von der schweren Krankheit von Nelson Mandela überschattet. Die Inhalte seiner Reise geraten in den Hintergrund. Die Südafrikaner sehen Obama kritisch.

US-Präsident Barack Obama hat am Samstag in Johannesburg die Familie des schwerkranken Nelson Mandela, 94, getroffen. Von einem Besuch bei dem ehemaligen südafrikanischen Präsidenten sah Obama "mit Rücksicht auf Mandelas Ruhe und auf Wunsch der Familie" ab, teilte das Weiße Haus mit. Der südafrikanische Nationalheld liegt seit über drei Wochen wegen einer schweren Lungenentzündung im Heart Mediclinic Hospital von Pretoria, er befindet sich nach Angaben des Präsidialamts in "kritischem aber stabilen Zustand".

Obama bat Mandelas Frau Graca Machel, seine Genesungswünsche auszurichten. Mandelas Mut und Südafrikas historischer Übergang zu einer demokratischen Nation seien "eine persönliche Inspiration für mich und die Welt" gewesen, sagte Obama bei einer Pressekonferenz. Mandela wird künstlich beatmet, sagte am Mittwoch ein Angehöriger von Mandelas Clan nach einem Besuch im Krankenhaus. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.

Viele Südafrikaner sind in tiefer Sorge um Mandela seit das Präsidialamt am vergangenen Sonntag die akute Verschlechterung seines Zustands vermeldet hatte. An einer Wand vor einem Eingang des Krankenhauses hängen Hunderte an Mandela gerichtete Karten und Plakate. Die Straße wurde abgesperrt, Tausende haben hier während dieser Woche für Mandela gesungen, gebetet und Kerzen angezündet.