Das Kind der GesellschaftS


Heart - Black

Über 25.000 Hummeln sterben nach vorsätzlicher Vergiftung mit Insektiziden in Oregon

Vor wenigen Tagen fanden entsetzte Kunden des Target-Einkaufsmarktes in Wilsonville im US-Bundesstaat Oregon auf dem Parkplatz des Discounters ein wahres Meer an toten und sterbenden Hummeln vor.
Hummeln
© Trofimov Denis / Shutterstock
Wie der lokale Fernsehsender KATU.com meldete, starben dort während der Nationalen Bestäuber-Woche über 25 000 Hummeln. Zuvor waren die Lindenbäume, die in Kübeln auf dem Parkplatz wachsen, mit Safari, einem hochgiftigen Insektizid, besprüht worden.

Lindenbäume haben üppige Blüten mit viel Nektar und Pollen, die in der Blütezeit massenweise Hummeln und andere Bienen anlocken. Genau die Bäume, von denen es auf dem Parkplatz des Target-Markts in Wilsonville sehr viele gibt, sind also ein beliebtes Ziel für Hummeln, die sich daran nähren und auch helfen, andere Pflanzen zu bestäuben.

Der Eigentümer des Einkaufszentrums, zu dem der Target-Markt gehört, hatte offenbar andere Pläne für die Bienen, denn er soll angeordnet haben, alle Bäume mit dem chemischen Insektenvertilgungsmittel Safari zu besprühen, obwohl die Bäume gerade blühten. Nach Information auf der Website des Safari-Herstellers Valent Professional Products handelt es sich bei Safari um ein Breitbandinsektizid, das alle Arten von Insekten, auch Bienen, tötet.

Heart - Black

Update Zugunglück Lac-Megantic: Brand gelöscht, mehrere Tote und Vermisste

Die Explosion eines mit Rohöl beladenen Güterzuges verwandelt das Zentrum der kanadischen Kleinstadt Lac-Megantic in ein Inferno. Nach 40 Menschen wird weiterhin gesucht. Doch die Hoffnungen, die Vermissten noch lebend zu finden, sind gering.
Bild
© picture alliance/dpaErst nach zwei Tagen war der brennende Tankzug gelöscht.
Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Zugunglück in der ostkanadischen Kleinstadt Lac-Mégantic ist auf 13 gestiegen. Rettungskräfte hätten acht weitere Leichen aus den Trümmern geborgen, berichteten kanadische Medien. Bis zu 40 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Nach Angaben eines Feuerwehrmanns hielten sich zum Unglückszeitpunkt 50 Menschen in einer Bar auf, von der "nichts mehr übrig" sei.

Ein führerloser Zug mit 73 Kesselwagen voller Rohöl war in das 6000-Einwohner-Städtchen Lac-Mégantic hinein gerast und explodiert. Mindestens 30 Gebäude wurden zerstört. Rund 2000 Menschen mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen.

Che Guevara

Demonstration in Griechenland: Gegen Entlassungen

Am Rande einer Demonstration gegen Entlassungen im Kommunalbereich wurde Athens Bürgermeister am Sonntag attackiert. Seine Angreifer sind unbekannt.
Bild
© dpaGriechische Politiker leben gefährlich: Athens Bürgermeister Giorgos Kaminis.
Athen - Aus Protest gegen mögliche Massenentlassungen im Kommunalbereich haben Unbekannte den Bürgermeister der griechischen Hauptstadt Athen, Giorgos Kaminis, zunächst verbal und danach auch mit Faustschlägen attackiert und seinen Wagen beschädigt. Der Zwischenfall ereignete sich am späten Sonntagabend, wie Augenzeugen berichteten. Ein Video zeigt, wie der Bürgermeister auf einem Motorroller fliehen musste, während ihn Demonstranten verfolgen.

Kaminis machte am Montag im Fernsehen die Gewerkschaft der Kommunen für die Attacke verantwortlich. „Ich will nicht in die Details gehen. Solche Attacken gegen gewählte Vertreter sind inakzeptabel“, sagte er. Sein Wagen sei schwer beschädigt worden, auch sein Fahrer sei angegriffen worden, sagte er. Die Regierung und der Verband der Kommunen Griechenlands verurteilten die Attacke. Die Gewerkschaft der Kommunen machte Rechtsextremisten verantwortlich.

Im Zuge der Reformauflagen der internationalen Geldgeber Athens sollen Tausende überwiegend Kommunalbedienstete in eine sogenannte „Mobilitätsreserve“ gehen. Bis Ende September müssen demnach 12 500 Menschen in andere Behörden versetzt werden, in denen es an Personal mangelt. Sollte kein Arbeitsplatz für sie gefunden werden, sollen sie gehen.

Light Sabers

Konservatismus: Vergewaltigte Elfjährige in Chile darf nicht abtreiben - Befindet sich in Lebensgefahr

Der Fall einer vergewaltigten Elfjährigen schockiert Chile. Das Mädchen ist schwanger - und in Lebensgefahr. Abtreibungen sind in Chile jedoch verboten. In der Bevölkerung wächst die Wut.

Die Schwangerschaft einer vom Partner ihrer Mutter vergewaltigten Elfjährigen hat in Chile eine Debatte über das absolute Abtreibungsverbot ausgelöst. Das staatliche chilenische Fernsehen berichtete, das Kind sei in der 14. Woche schwanger. Der Freund der Mutter der Schülerin sei verhaftet worden und habe den Missbrauch des Mädchens gestanden. Ärzte hätten erklärt, das Leben der Elfjährigen sei in Gefahr, ebenso das des Fötus.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist aber keine rechtlich zugelassene Option. Bis zum Militärputsch 1973 waren Abtreibungen aus medizinischen Gründen in Chile erlaubt. Das wurde in der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet verboten. Die amtierende Regierung des konservativen Präsidenten Sebastián Piñera hat jede Lockerung dieses Verbots abgelehnt.

Der Bericht über die Elfjährige, die über einen Zeitraum von zwei Jahren mehrfach vergewaltigt worden sein soll, löste in Chile Entsetzen aus. Über die sozialen Netzwerke machten Chilener ihrer Empörung über den Fall Luft, einige riefen eine Online-Kampagne ins Leben, um die Legalisierung von Abtreibung in Fällen von Vergewaltigung oder bei Risiken für die Gesundheit einer Schwangeren zu fordern. "Als ich von diesem kleinen Mädchen erfuhr, war meine erste Reaktion, Abtreibung zu unterstützen", sagte der 30-jährige Webdesigner Eduardo Hernández. Er glaube, dass Abtreibung "in diesem Fall die beste Option" sei.

Ambulance

Passagierzug verunglückt in Krasnodar, Russland

Rund 80 Verletzte, aber zum Glück keine Toten: Das ist die Bilanz eines Zugunglücks im südrussischen Krasnodar. Als Ursache wird die Hitze in der Region vermutet, die den veralteten Gleisen so zugesetzt haben soll, dass diese sich verbogen.

Moskau - Auf dem Weg vom Schwarzen Meer nach Nowosibirsk ist ein Passagierzug entgleist, mindestens 76 Menschen wurden verletzt, 15 von ihnen schwer. Auch fünf Kinder seien ins Krankenhaus gekommen, teilte der Zivilschutz am Sonntag mit. Das Innenministerium betonte, es gebe keine Toten. Als mögliche Ursache gelten die hohen Temperaturen in der südrussischen Region Krasnodar, durch die der Zug zum Zeitpunkt des Unglücks fuhr.

Wie die Nachrichtenagentur ITAR-TASS unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, bremste der Lokführer plötzlich ab, als er bemerkte, dass die Schienen vor ihm durch die Hitze verformt waren. Daraufhin seien die Lokomotive sowie 5 von insgesamt 19 Waggons aus den Gleisen gesprungen und umgekippt. Einen Terroranschlag schloss das Innenministerium aus. Seit Freitag lagen die Temperaturen in Krasnodar konstant über 30 Grad.

Airplane

Update Bruchlandung in San Francisco: Suche nach Ursachen

Nach dem Absturz einer Boeing 777 in San Francisco hat die Suche nach der Unfallursache begonnen. Die Ermittler haben erste Hinweise: Bereits seit Juni ist ein Instrument am Boden außer Betrieb - der Gleitweganzeiger. Und der Pilot versuchte noch Sekunden vor dem Aufprall, die Landung abzubrechen.
Bild
© AFPErmittler des National Transportation Safety Board vor Ort: Sie begutachten das Flugzeugwrack der abgesürzten Asiana-Maschine.
Es war sonnig an diesem Samstagmorgen in San Francisco, die Sicht war klar, es wehte nur ein ganz leichter Wind. Perfekte Bedingungen also, um ein Flugzeug auf dem San Francisco International Airport zu landen. Und doch: Eine Boeing 777 der Asiana Airlines mit 307 Menschen an Bord verunglückte um 11:28 Uhr beim Versuch, auf der Landebahn 28L aufzusetzen. Zwei junge Frauen starben, 182 Menschen wurden schwer verletzt, mehr als zehn schweben noch in Lebensgefahr.

Nun suchen die Ermittler fieberhaft nach einer Erklärung für den Absturz - und haben bereits einen Hinweis gefunden: ein Instrument am Boden war außer Betrieb. "Der Gleitweganzeiger wurde bereits seit Juni nicht mehr verwendet", sagt Deborah Hersman, Vorsitzende des National Transportation Safety Board: "Wir werden uns das genauer ansehen. Es ist aber wichtig zu wissen, dass ein Pilot mehrere Instrumente verwenden kann."

Mit einem Gleitweganzeiger kann der Kapitän beim Anflug die Höhe des Flugzeuges erkennen - mehrere Webseiten wie Flightaware.com, die sich auf die Routen von Flugzeugen spezialisieren, haben bereits berichtet, dass die Asiana-Maschine auffällig steil an die Landebahn herangeflogen sei. Auch Augenzeugen berichteten von einem ungewöhnlichen Anflug. Benjamin Levy saß in der Unglücksmaschine auf Platz 30K, er berichtete: "Vielleicht waren wir zu früh zu tief."

Christmas Tree

Schwachsinnsalarm: Neue Unterhosenbomben werden entwickelt - Entwickelt bei der Bundespolizei

Vor vier Jahren versuchte ein als Unterhosen-Bomber bekannt gewordener Islamist, ein US-Passagierflugzeug mit 289 Menschen an Bord in die Luft zu jagen. Nun warnt die Bundespolizei nach FOCUS-Informationen vor einer Weiterentwicklung des perfiden Sprengsatzes.

Sicherheitsbehörden in Deutschland und den USA warnen vor Terroranschlägen mit neuartigen Sprengsätzen, die in Unterhosen eingenäht und nur schwer erkennbar sind. Das erfuhr FOCUS dank eines vertraulichen Schreibens der Bundespolizei vom 18. Juni. Darin wird das Wachpersonal deutscher Flughäfen aufgefordert, alle Kontrollmöglichkeiten „konsequent auszuschöpfen“ und im Verdachtsfall „unverzüglich“ Polizisten zu alarmieren.

Die neuen Bomben seien komplett metallfrei und würden „in einer gewöhnlichen Herrenunterhose“ versteckt, geht aus dem Schreiben der Bundespolizei hervor. Sie bestünden aus einer etwa 250 Gramm schweren Hauptsprengladung sowie zwei eingenähten „handelsüblichen Spritzen“. Diese enthielten den flüssigen „Initialsprengstoff zur Zündung“ der Bombe.

Kommentar: Der damalige Täter ist ohne Ausweis in das Flugzeug gekommen, was Mithilfe des Zolls vermuten lässt. Zudem die Bombe nicht einmal annähernd gefährlich war. Auch die sogenannte "Neuentwicklung", wird nichts weiter als Propaganda sein.


Christmas Lights

Wetten auf Baby von Prinz William und Kate: Geburtstermin, Name, Kinderwagen

Die Briten wetten auf alles und jeden - natürlich auch rund um den bevorstehenden Nachwuchs von Prinz William und seiner Frau Kate. Die Einsätze steigen - und die Wetten treiben teils seltsame Blüten.

Wird es ein Junge? Oder eine Prinzessin? Hat das erste Kind von Prinz William und seiner Kate rote Haare? Wer von beiden Eltern wird es im Arm halten, wenn die junge Familie vor die Kamera tritt? Die Wettverrückten Briten setzen Geld auf so ziemlich jede Frage, die rund um das „Royal Baby “ noch offen ist. Und sie glauben sogar zu wissen, dass das Kind, das später einmal auf dem Königsthron Platz nehmen soll, früher kommt als angenommen. „Das meiste Geld geht auf Wetten ein, die einen Geburtstermin um den 10. Juli herum prophezeien“, sagt Rupert Adams vom größten englischen Buchmacher William Hill.

Die Wetten auf das königliche Baby übersteigen bei weitem das Aufkommen, das die Wettbüros bei der Hochzeit von William und Kate vor mehr als zwei Jahren verzeichnet hatten. „Es geht etwa um 30 wenn nicht 40 Prozent darüber hinaus“, sagt Rory Scott vom Wettanbieter Paddy Powers. Der Grund ist klar: Während bei der Royal Wedding kaum Überraschungen zu erwarten waren, ist diesmal einiges offen - vom Geschlecht über die Haarfarbe bis zum Namen. Dennoch: Das Wettaufkommen bei dem royalen Großereignis ist im Vergleich zum Hauptgeschäft der Buchmacher vernachlässigbar. Paddy Powers rechnet mit einem Umsatz von rund 300 000 Pfund. Ein halbwegs interessantes Fußballspiel der englischen Premier League bringt mehrere Millionen.


Ambulance

Boeing 777 verunglückte in San Francisco

Ein Passagierflugzeug ist bei der Landung in San Francisco verunglückt. Ein auf Youtube veröffentlichter Film zeigt eine große Boeing, die rauchend auf der Piste liegt. Zunächst war unklar, ob es Tote oder Verletzte gab.


San Francisco - Ein Passagierflugzeug ist bei der Landung in San Francisco verunglückt und in Flammen aufgegangen. Zunächst war unklar, ob es Tote oder Verletzte gab oder ob die Passagiere die Maschine noch rechtzeitig über Notrutschen verlassen konnten. Erste Fernsehaufnahmen zeigten erschreckende Bilder. Die Maschine lag mit teilweise aufgerissener und verbrannter Kabinendecke auf dem Rollfeld, das Heck des Flugzeugs war abgerissen.

CNN und der San Francisco Chronicle berichten unter Berufung auf die Flugaufsichtsbehörde FAA, dass eine Boeing 777 der südkoreanischen Asiana Airlines verunglückt sei. Ein auf Youtube veröffentlichter Film zeigt, wie die Boeing qaulmend auf der Piste liegt. Das Heck ist deutlich tiefer als der Bug, als habe es bei einer Notlandung Probleme gegeben. Zumindest auf der linken Seite sind zwei Notrutschen zu sehen.
Augenzeugen berichten, dass es bei der Landung einen Knall oder eine Explosion beim Fahrwerk gegeben habe. Weißer Rauch sei erkennbar gewesen, dann sei die Maschine verunglückt. Die Flughafenfeuerwehr löschte die Brände.

Videoaufnahmen zeigen Menschen, die offensichtlich nicht zu den Rettungskräften gehören, außerhalb des Flugzeugs. Zunächst war unklar, wie viele Passagiere an Bord der Maschine waren. Ein koreanischer Sender berichtet von 291 Menschen.

Extinguisher

Güterzugunfall verwüstete Kleinstadt in Kanada: Rohölwagen explodiert

Gewaltige Explosionen in Kanada: Nach einem schweren Zugunglück mit Ölkesselwagen ist die Kleinstadt Lac-Mégantic verwüstet worden.
Bild
© dpaExplosionen haben nach einem Zugunglück in Kanada eine Kleinstadt verwüstet.
Quebec/New York - Eine Reihe gewaltiger Explosionen hat nach einem Güterzugunfall eine Kleinstadt im Südosten Kanadas verwüstet. In dem kleinen Ort Lac-Mégantic, nur wenige Kilometer von der Grenze zur USA entfernt, waren Kesselwagen mit Rohöl entgleist und hatten sich entzündet. Das Le Journal de Montréal berichtet von fünf oder sechs Explosionen, die Flammen seien kilometerweit zu sehen gewesen.
Mindestens 30 Gebäude in dem Städtchen sind zerstört.

Berichte über Verletzte und Tote gab es auch zwölf Stunden nach dem Unglück nicht. Allerdings wurden Menschen vermisst. Eine rasch eingerichtete Facebook-Seite sollte helfen, die Suchenden zu verknüpfen. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

1000 Menschen mussten Häuser verlassen

Der Unfall ereignete sich etwa 250 Kilometer östlich von Montreal, etwa eine Stunde nach Mitternacht (Ortszeit). Dem Journal zufolge waren fast alle der 73 Waggons in das Unglück verwickelt. Die Explosionen hätten einen großen Brand in der Stadt ausgelöst.

Dutzende Gebäude waren betroffen, etwa 1000 Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen. Bei der Bekämpfung der Flammen halfen auch Feuerwehrleute aus den nahen USA.