Die Explosion eines mit Rohöl beladenen Güterzuges verwandelt das Zentrum der kanadischen Kleinstadt Lac-Megantic in ein Inferno. Nach 40 Menschen wird weiterhin gesucht. Doch die Hoffnungen, die Vermissten noch lebend zu finden, sind gering.
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© picture alliance/dpaErst nach zwei Tagen war der brennende Tankzug gelöscht.
Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Zugunglück in der ostkanadischen Kleinstadt Lac-Mégantic ist auf 13 gestiegen. Rettungskräfte hätten acht weitere Leichen aus den Trümmern geborgen, berichteten kanadische Medien. Bis zu 40 Menschen gelten weiterhin als vermisst. Nach Angaben eines Feuerwehrmanns hielten sich zum Unglückszeitpunkt 50 Menschen in einer Bar auf, von der "nichts mehr übrig" sei.

Ein führerloser Zug mit 73 Kesselwagen voller Rohöl war in das 6000-Einwohner-Städtchen Lac-Mégantic hinein gerast und explodiert. Mindestens 30 Gebäude wurden zerstört. Rund 2000 Menschen mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen.

Die Behörden befürchten nun außerdem Umweltschäden in Folge des Zugunglücks. Bislang seien rund 100.000 Liter Rohöl aus den Tankwaggons in die Chaudière, einen Nebenfluss des großen Sankt-Lorenz-Stroms geflossen, sagte der Sprecher des Umweltministeriums in Québec, Yves François Blanchet. Der Ölteppich drohe den Sankt-Lorenz-Strom zu erreichen. "Alle Ressourcen" würden eingesetzt, um dies so gut wie möglich zu verhindern, sagte der Ministeriumssprecher.

Quelle: n-tv.de , dpa, AFP