Das Kind der GesellschaftS


Bomb

Erneuter Bombenfund im Gartenschau-Gelände

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© Dostal
Schon wieder wurde auf dem Gartenschau-Gelände in Landau eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Kampfmittelräumdienst will sie morgen um 10.30 Uhr entschärfen. Wieder müssen 1500 Leute aus ihren Häusern. Und keiner weiß, ob es zum letzten Mal passiert.

Nur gut sechs Meter liegt die Bombe vom Fundort des Blindgängers entfernt, der vor 14 Tagen entschärft wurde. Es ist der gleiche Typ, hat aber nur einen Zünder am Heck, was laut Kampfmittel-Räumer Andreas Brümmer auf einen Angriff von Tieffliegern hindeutet.

Die Bombe liegt in der gleichen Baugrube wie ihre Vorgängerin, in rund vier Metern Tiefe. Entdeckt wurde sie bei Baggerarbeiten auf einem Grundstück im künftigen Wohnpark am Ebenberg. Und zwar nicht auf gut Glück, sondern nach einer gezielten Sondierung mit einem speziellen Messgerät. Dieses macht Störungen des Erdmagnetfeldes sichtbar, wie sie durch Metalle hervorgerufen werden. Das können Reste von Stromleitungen sein oder Kabelstücke - oder eben explosive Erbschaften des Krieges.

Blackbox

Sexualkunde-Unterricht: Sechs Kinder kollabierten - Ursache unklar

Sexualkunde-Unterricht ist eine heikle Sache. In einem Gymnasium im Münsterland kam es nun zu einer mysteriösen "Kettenreaktion": Sechs Kinder fielen einfach um. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Kichernde Kinder, nervöse Lehrer - das ist das Bild, das man sich von einer Schulklasse im Sexualkunde-Unterricht macht. In einem Gymnasium in Borken im Münsterland kam es ganz anders: Sechs Schüler fielen nach und nach um, nachdem sie Zeichnungen von Sexualorganen ausmalten. "Eigentlich ist nichts passiert", sagte ein Polizeisprecher. Alle Kinder seien unverletzt.

Nachdem das erste Kind mit Kreislaufproblemen umgekippt war, sei es zu einer Kettenreaktion gekommen. Ein Kind habe hyperventiliert, dann sei das nächste Kind in Stress geraten, als dann auch noch der Notarzt kam, sei das nächste Kind beinahe kollabiert. So richtig erklären kann sich niemand den Vorgang. "Die Zeichnungen waren ganz normal, nicht erschreckend, wie solche Bilder halt sind", so die Auskunft der Polizei.

Der Notarzt habe insgesamt zehn Kinder ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde einem Kind Blut für eine Laboruntersuchung abgenommen. Der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" sagte Schulleiterin Dorothea Meerkötter, dass die meisten Jugendlichen geheilt nach Hause gegangen seien. Wie es zu der "Kettenreaktion" kam, kann sich Meerkötter nicht erklären: "Es ist ein Kuriosum."

Dollars

Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten in Berlin

Die Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten in Berlin entwickeln sich zu einer beängstigenden Serie. Jetzt schlugen vier Unbekannte in einer Sparkassenfiliale an der Leipziger Straße in Mitte zu.

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© Steffen PletlBislang unbekannte Täter haben in einer Filiale der Berliner Sparkasse zwei Geldautomaten gesprengt.
Nachdem es in der vergangenen Woche in Berlin bereits mehrere Fälle gab, wurden in der Nacht zu Dienstag gleich zwei Automaten in einer Sparkassenfiliale an der Leipziger Straße in Mitte gesprengt. Durch die Detonation wurde der Vorraum der Bank völlig verwüstet, Glastüren, Fensterscheiben und zwei Kontoauszugsdrucker gingen zu Bruch.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden Anwohner gegen 4.30 Uhr von dem ohrenbetäubenden Lärm der Explosion geweckt. Mehrere Zeugen sahen vier Männer, die kurz darauf Geldkassetten aus der Filiale in ein wartendes Fahrzeug brachten und mit dem Wagen in Richtung Neue Grünstraße davonfuhren.

Kommentar: Das scheint ein Trend zu sein. Hier ein Banküberfall vom letzten Jahr, jedoch aus dem Münsterland:

Banküberfall: Sprengung der gesamten Bankfiliale

Und die Sprengung von Fahrkartenautomaten:

Sprengung von Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn


Bomb

Sprengung von Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn

Der Sachschaden ist hoch, die Beute meist gering: Unbekannte füllen Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn mit Gas und sprengen sie. Detonieren die Geräte nicht auf Anhieb, besteht Gefahr für Kunden. Deshalb will das Unternehmen nun die Überwachung verstärken.

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© dpaFahrkartenautomat der Deutschen Bahn in Wiesbaden: Gefahr durch manipulierte Geräte
Wiesbaden - Die Aufregung war groß in Karben, einem 20.000-Einwohner-Städtchen nördlich von Frankfurt am Main. Ein Gleis im S-Bahnhof Groß-Karben musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Mit einem Gasgemisch hatten Unbekannte versucht, einen Fahrkartenautomaten in die Luft zu sprengen. An dem Gerät waren alle Öffnungen abgedichtet, Beamte der Bundespolizei nahmen zudem Gasgeruch war. Spezialisten des hessischen Landeskriminalamts (LKA) rückten an, näherten sich in weißen Schutzanzügen dem Automaten und entschärften ihn, indem sie vorsichtig die Versiegelung lösten.

Der Fall vom Dienstag ist der jüngste in einer ganzen Serie. Unbekannte Täter hätten in den vergangenen Monaten mehrfach alle Spalten, Schlitze und Öffnungen der Ticketautomaten mit Klebestreifen abgedichtet, teilte das LKA mit. Dann seien die Automaten mit Gas gefüllt und gesprengt worden. Bislang seien 16 dieser Fälle aus Hessenbekannt, sagte LKA-Sprecher Udo Bühler, der erste sei Anfang April registriert worden. In Thüringen und Niedersachsen habe es bereits im Februar und März ähnliche Vorfälle gegeben.

Newspaper

Frau entdeckt Kindesmissbrauch und erstattet Anzeige - Chef wollte keine Polizei und kündigt ihr

Weil sie bei der Polizei gegen den Willen ihres Chefs einen Verdacht auf Kinderpornografie anzeigte, ist die Mitarbeiterin eines Fotogeschäfts ihren Job los. Die Polizei lobt die Zivilcourage.
Sara Dahlem
© Stadt KrefeldDie Krefelderin Sara Dahlem (24) ist ihren Job los - weil sie Zivilcourage gezeigt hat.
Plötzlich blicken sie traurige, nackte Kinder an. Mal sind auch nur die Geschlechtsteile im Bild. Sara Dahlem (24) ist schockiert. Die Mitarbeiterin eines Krefelder Fotogeschäfts schaut sich gerade etwa 1000 Digitalfotos auf einem USB-Stick eines Kunden an. Der Kunde hatte zwar gebeten, die Fotos nicht zu bearbeiten, aber das machte für Dahlem keinen Sinn, weil sonst bei den ersten Fotos - harmlosen Familienaufnahmen - die Köpfe gefehlt hätten.

Als die Krefelderin zufällig auf die Nacktaufnahmen stößt, hat sie ein "komisches Bauchgefühl". Sie holt ihren Chef. Der sagt, sie müsse nichts unternehmen. Sie zeigte ihrem Chef weitere Bilder. Keine Reaktion. Dahlem fragt nach, ob sie die Polizei verständigen soll. Nein, keine Polizei, entgegnet ihr Chef.

V

Gegen gewaltsame Unterdrückung und Inhaftierung Oppositioneller: Anti-Regierungsdemonstration in Bahrain

Demonstrationen,Aufstände, Bahrain
Manama - Am Freitag haben bahrainische Demonstranten in einer Anti-Regierungsdemonstration das Ale Khalifa-Regime wegen ständiger Unterdrückung der Demonstranten und deren Festnahme verurteilt. Nach einem Aufruf der wichtigsten Oppositonspartei Bahrains al-Wifaq, hätten sich die Demonstanten am Freitag in einem Dorf nahe der Stadt Manama angesammelt.

Sie fordern Bildung einer demokratisch gewählten Regierung und verurteilten die bahrainischen Sicherheitskräfte wegen gewaltsamer Unterdrückung der Demonstranten und Festnahme hunderter Oppositioneller in den letzten Monaten.

V

Demonstrationen in Rom - Mehr als 100.000 Menschen protestieren gegen die Regierung

Eine groß angelegte Demonstration, die von größten italienischen Gewerkschaften organisiert wurde, hat heute in Rom stattgefunden. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich an dieser Aktion unter dem Motto "Im Namen der Arbeit und Demokratie" über 100.000 Menschen.
Demonstrationen,Aufstände, Rom
© AFP
Gewerkschaftsführer forderten italienische Behörden auf, sofortige Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zu ergreifen und das Wachstum der Arbeitslosigkeit zu stoppen. Es verlautete Kritik an der neuen Regierung von Enrico Letta. Insbesondere wurde das vom Minister für Arbeit und Sozialpolitik Enrico Giovannini vorgeschlagene Maßnahmenpaket als "völlig nutzlos" bezeichnet.

TV

Glaubwürdigkeit der Massenmedien schwindet

Das Vertrauen in Amerikas Mainstreammedien schwindet weiter und erreicht jetzt einen neuen Tiefpunkt für die letzten Jahre. Besonders die großen Zeitungen verlieren an Glaubwürdigkeit.
On Air, Medien
© igor.stevanovic / Shutterstock
Laut einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallupist »das Vertrauen der Amerikaner in Zeitungen in diesem Jahr auf 23 Prozent gesunken, verglichen mit 25 Prozent 2012 und 28 Prozent im Jahr 2011«. Der vorherige Tiefststand waren 22 Prozent im Jahr 2007 gewesen, der Trend zeigt jetzt also wieder deutlich nach unten. Die Zeitungen teilen sich diese schlechte Bewertung mit anderen angesehenen US-Institutionen - wie beispielsweise dem Kongress. Gallup meldet:
Zeitungen rangieren fast am unteren Ende einer Liste von 16 gesellschaftlichen Institutionen, die Gallup in einer Umfrage vom 1. bis 4. Juni bewertete. Fernsehnachrichten liegen dabei gleichauf mit Zeitungen, 23 Prozent der Amerikaner bekunden ihnen ihr Vertrauen. Das ist etwas höher als das Allzeittief vom letzten Jahr mit 21 Prozent. Die einzigen Institutionen, die noch hinter Fernsehnachrichten und Zeitungen landen, sind Großunternehmen, Gewerkschaften, Health Maintenance Organizations (HMO, eine bestimmte Form von Krankenkassen) und der US-Kongress.

Pistol

Mann eröffnete Feuer auf einem Parkplatz in den USA

Washington - Wieder eine Schießerei in den USA: Ein Mann hat in Greenville in North Carolina auf einem Parkplatz nahe einer Anwaltskanzlei und einem Geschäft das Feuer eröffnet. Vier Menschen seien getroffen worden, berichtete CNN. Der Schütze sei von der Polizei gestellt worden. Als er seine Schrotflinte auf die Beamten gerichtet habe, hätten diese mehrere Schüsse auf ihn abgegeben. Über den Zustand der vier Opfer und des Schützen sowie über das Tatmotiv wurde bislang nichts bekannt.

dpa

Stop

Gewalt gegen Frauen gibt es in allen Bereichen unserer Gesellschaft- Jede dritte Frau betroffen

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO werden rund ein Drittel aller Frauen weltweit Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt. Die erste systematische Erhebung zeigt, dass nicht nur Frauen in Entwicklungsländern und bildungsfernen Schichten betroffen sind, sondern auch wirtschaftlich unabhängige Frauen - und Seniorinnen.
sexuelle gewalt
© dpaFrauen protestieren beim so genannten "Slutwalk" im australischen Sydney gegen sexuelle Gewalt.
Es passiert viel häufiger, als wir glauben und es trifft nicht nur bildungsferne Bevölkerungsgruppen: Jede dritte Frau weltweit hat mindestens einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Das geht aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO hervor. "Gewalt innerhalb von Beziehungen ist die am meisten verbreitete Gewalt gegen Frauen, betroffen sind 30 Prozent aller Frauen weltweit", so der Bericht. Bei 38 Prozent aller Frauen, die Opfer von Morden werden, sei der aktuelle oder ehemalige Intimpartner der Täter. Die weltweit erste systematische Erhebung der WHO macht unter anderem deutlich, dass Gewalt gegen Frauen in allen Ländern, Kulturen und Gesellschaftsbereichen vorkommt.

Auch in Deutschland werden Frauen aller Altersgruppen, aus allen sozialen Schichten Opfer von häuslicher Gewalt. Die Studie "Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen", die die Bundesregierung 2012 veröffentlichte, belegt, dass Frauen in mittleren und hohen Bildungs- und Sozialschichten in einem viel höheren Maße betroffen sind, als bislang angenommen.

"Häusliche Gewalt zieht sich durch alle Bereiche der Gesellschaft", sagt Marianne Wüstefeld, Geschäftsführerin des Dachverbands der autonomen Frauenberatungsstellen NRW. Zwar hätten gut situierte Frauen theoretisch bessere Möglichkeiten, auszubrechen und könnten komfortabler unterkommen - "die gehen dann eben ins Hotel statt ins Frauenhaus". Im Grunde jedoch seien die Opfer alle in der gleichen Situation. "Wenn es um den Schritt geht, sich zu trennen, brauchen die meisten Frauen Beratung und therapeutische Unterstützung, egal wie gut sie wirtschaftlich abgesichert sind". Frauen mit Migrationshintergrund fänden oft nur schwer Zugang zu den Beratungesstellen. Sie seien in ihren Lebensbereichen viel kontrollierter als in Deutschland geborene Frauen.

Doch vor allem verhindern die Scham der Betroffenen, die Vertuschung durch die Täter, das Wegsehen der Mitmenschen und die Verharmlosung durch die Gesellschaft, dass die Gewaltspirale durchbrochen wird. Das beginnt damit, dass häusliche Gewalt nicht immer greifbar und damit nachweisbar ist. Sie äußert sich nicht nur in körperlichen Übergriffen, wie sie in der WHO-Studie erwähnt werden. Neben sexueller Gewalt und Freiheitsberaubung erleben Frauen auch subtilere Gewaltformen im psychischen, emotionalen oder sozialen Bereich. So werden sie unter anderem bedroht, beschimpft, bevormundet, gedemütig oder eingeschüchtert.

Kommentar: Das Thema Psychopathie/ Narzissmus findet leider keine Erwähnung, auch wenn Gehirnwäsche und Stockholmsyndrom in die Richtung weißen. Lesen Sie dazu die folgenden Artikel:

Psychopathen, woran erkennt man sie?
Der Teufel in Menschengestalt: Wie Psychopathie in einer "normalen" Familiensituation aussieht

Oder die gesamte Artikelserie zu Psychopathie