Das Kind der GesellschaftS


HAL9000

Androhung eines Amoklaufs - Zugverkehr wurde lahmgelegt

Mit einem Amok-Lauf hat am Freitag ein Mann am Bahnhof in Fröndenberg gedroht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und konnte den Täter nach zwei Stunden überwältigen. Da der Bahnhof gesperrt war, lag der Zugverkehr lahm. Auch in Schwerte gab es Verspätungen.

Schwerte/fröndenberg. Gegen 12 Uhr gingen die ersten Warnungen ein: Zeugen berichteten, dass ein Mann am Bahnhof in Fröndenberg drohte, mehrere Personen erschießen zu wollen. Er sei bewaffnet, so die Schilderungen.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, sperrte den Bahnhof großräumig ab und suchte nach dem Mann.Gegen 14 Uhr konnte der 46-Jährige aus Menden in der Alleestraße überwältigt werden. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Weitere Details - zum Beispiel, ob der Mann wirklich bewaffnet war - blieben zunächst offen.

Network

Datenleck: Wegen Softwarefehler Facebook-Nutzerdaten geteilt

Menlo Park. Durch eine Software-Panne bei Facebook sind Kontaktdaten von schätzungsweise sechs Millionen Mitgliedern an andere Nutzer des Online-Netzwerks weitergegeben worden. Es handele sich um E-Mail-Adressen und Telefonnummern, teilte Facebook am späten Freitag mit. In den meisten Fällen seien die Informationen aber nur ein oder zwei Mal geteilt worden, hieß es. Betroffene Nutzer würden derzeit per E-Mail unterrichtet. Auch die Datenschutzbehörden in den USA, Kanada und Europa seien informiert worden.

Der Fehler geht auf eine Funktion zurück, mit der Vorschläge zur Kontaktaufnahme zwischen Bekannten oder Einladungen zu Facebook erstellt werden. Das Online-Netzwerk vergleicht dafür die von Nutzern hochgeladenen Adressbücher mit Kontaktdaten von Facebook-Mitgliedern. Dabei seien durch die Software-Panne zum Teil Adressbuch-Daten zusammen mit Profil-Informationen anderer Nutzer gespeichert worden. Wenn diese Mitglieder sich den Inhalt ihres Profils über die Download-Funktion von Facebook herunterluden, bekamen sie eventuell auch die fremden Adressbuch-Daten mit dazu.

Handcuffs

Wiederholter Kindesmissbrauch: Arzt legt Geständnis ab

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© Swen Pförtner/dpaDie Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner sexuellen Missbrauch in 21 Fällen vor.
Mehrfachen Kindesmissbrauch hat ein Arzt vor dem Landgericht Göttingen zugegeben. "Ich gestehe alle Taten", sagte der 55-Jährige am Dienstag. Mehr wollte er nicht sagen.

Göttingen - Mehrfachen Kindesmissbrauch hat ein Arzt vor dem Landgericht Göttingen zugegeben. "Ich gestehe alle Taten", sagte der 55-Jährige am Dienstag. Mehr wollte er nicht sagen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner den wiederholten Missbrauch eines zur Tatzeit 13 Jahre alten Mädchens vor. Der Mann soll mit ihm wiederholt ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben.

Von den ursprünglich 21 Anklagepunkten hat das Landgericht aus Rechtsgründen nur 14 zur Verhandlung zugelassen. Der Arzt hatte zuerst in Göttingen eine Praxis und arbeitete später für eine Ärzte-Organisation in Krisen- und Katastrophengebieten. Er sitzt wegen Fluchtgefahr seit Ende Dezember 2012 in Untersuchungshaft.

V

Brasiliens Protestwelle: "Polizei hat komplett die Kontrolle verloren"

Die Proteste in Brasilien weiten sich aus. Schätzungsweise eine Million Menschen gingen in der Nacht auf Freitag in etwa 100 Städten des südamerikanischen Landes auf die Straße. Es kam zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.
Proteste Brasilien
Die Demonstranten in Brasilien fordern ein besseres Gesundheits- und Bildungssystem und eine Ende von Korruption. In vielen Städten gerieten die Proteste außer Kontrolle und endeten in Gewalt. Ein Mensch kam ums Leben, vermutlich Hunderte wurden verletzt. Präsidentin Dilma Rousseff verschob eine für Sonntag geplante Reise und berief für Freitagvormittag (Ortszeit) eine Krisensitzung ein.

In Rio de Janeiro wurden 44 Menschen verletzt, in Brasilia mehr als 100. Viele erlitten Verletzungen durch Gummigeschoße der Polizei oder hatten Atemwegsbeschwerden durch Tränengas-Granaten.

Heart - Black

Ehemalige Bewohner von Brandenburger Kinderheimen fordern Schließung wegen gängigen schweren Misshandlungen

In Brandenburg stehen mehrere Kinderheime unter Verdacht, Kinder misshandelt zu haben. Von Knochenbrüchen, Fixierungen und drakonischen Strafen ist die Rede. Bei der Staatsanwaltschaft Cottbus sind Anzeigen eingegangen. Ehemalige Bewohner fordern die Schließung.
Kinderheim,Jugendheim, Jaasenburg,Jessen, Brandenburg
© dpaEin Schild vor einem Kinder- und Jugendheim der Haasenburg GmbH in Jessen (Brandenburg).
Im Zuge der Misshandlungsvorwürfe gegen Kinder- und Jugendheime in Brandenburg seien zwei Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Cottbus eingegangen, berichtet die Berliner Morgenpost online. Dabei beziehe sich eine konkret auf die Einrichtung in Jessern und sei von einem ehemaligen Bewohner des Heims erstattet worden, die zweite Anzeige richte sich allgemein gegen die Haasenburg GmbH, die die Heime betreibt.

Question

Ungeklärter Großbrand in einer Lagerhalle in Südhessen

Auf der Parkinsel in Ludwigshafen brennt eine Lagerhalle mit Styropor-Granulat. Über die gesamte Rhein-Neckar-Region hat sich eine mehrere hundert Meter hohe Rauchwolke ausgebreitet - sogar in Mannheim gingen Rußflocken nieder. Die Feuerwehr kämpft mit allen Mitteln gegen die hartnäckigen Flammen.
Brand Ludwigshafen
© dpaDie Feuerwehr bekämpft den Großbrand in einer Lagerhalle in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz).
Eine mehrere hundert Meter hohe Rauchwolke hat sich nach dem Großbrand einer Lagerhalle in Ludwigshafen über der gesamten Rhein-Neckar-Region ausgebreitet. Das Feuer war nach Angaben der Einsatzkräfte am Samstagmittag in einer Halle eines Logistik-Dienstleisters auf der Parkinsel am Rhein ausgebrochen. Die Ursache ist noch völlig unklar, Menschen wurden nicht verletzt. In Teilen von Ludwigshafen und Mannheim gingen Rußflocken nieder, Schadstoff-Grenzwerte wurden nach Angaben der beiden Stadtverwaltungen zunächst aber nicht überschritten.

Heart - Black

Jude wird von Wachpersonal an Klagemauer erschossen

Jerusalem ist Pilgerstätte für Angehörige von insgesamt drei Weltreligionen. Immer wieder gibt es Konflikte zwischen Juden, Christen und Muslimen. An der für Juden wichtigen Klagemauer hat ein Wachmann nun einen Israeli erschossen, weil er „Allahu Akbar“ gerufen hatte.

„Allahu Akbar“, Gott ist der Größte, rief ein israelischer Mann am Freitag an der Klagemauer in Jerusalem, dann fielen Schüsse, die den Israeli tödlich trafen. Ein Wachmann hatte ihn für einen militanten Palästinenser gehalten, sofort seine Pistole gezogen und mehrere Schüsse abgegeben, bestätigte ein Polizeisprecher.

Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Mitte-40-Jährige war kein Moslem, sondern Jude. „Er hat sich immer merkwürdig verhalten. Jeder kennt ihn. Er hat auch einmal behauptet, er sei nun Muslim geworden. Ich denke, der Wachmann kannte ihn nicht“, zitierte die Online-Ausgabe der Zeitung Jediot Achronot einen Gläubigen, der regelmäßig an der Klagemauer betet und das Opfer dort schon oft gesehen hat.

„Jeder kennt ihn und sein Verhalten“

Ein anderer Gläubiger kritisierte den Schützen: „Ich verstehe nicht, warum er erschossen wurde. Jeder kennt ihn und sein Verhalten. Er war oft etwas nervös. Es ist nicht normal, was hier passiert ist“, zitierte die Zeitung Times of Israel David Dahan.

Che Guevara

Proteste gehen weiter: Gegen Korruption in Brasilien

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© AFPDemonstration im Stadion gegen Korruption
São Paulo und Rio senken Nahverkehrspreise

Die Protestbewegung in Brasilien hält an: In Niterói in der Nähe von Rio de Janeiro gab es am Mittwochabend (Ortszeit) erneut schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten. Zuvor hatten die Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro die Fahrpreiserhöhungen für den öffentlichen Nahverkehr zurückgenommen und damit eine der Forderungen der Demonstranten erfüllt.

Kurz nach der Ankündigung nahmen in Niterói laut Polizei mehr als 7000 Menschen an einem Protestmarsch teil. Die Demonstration verlief zunächst friedlich. Nach Einbruch der Dunkelheit jedoch kam es zu Ausschreitungen, an denen sich etwa 200 bis 300 Menschen beteiligten. Sie warfen einen Bus um, schlugen die Scheiben einer Bankfiliale ein und setzten hölzerne Barrikaden in Brand, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen eine Gruppe von Demonstranten ein, die eine 15 Kilometer lange Brücke zwischen Niterói und Rio blockieren wollte.

Zuvor gab es vor dem Fußball-Spiel Brasilien gegen Mexiko im Confederations Cup in Fortaleza im Nordosten des Landes Ausschreitungen. Die Polizei blockierte den Zugang zum Stadion, vor dem sich etwa 25.000 Demonstranten versammelt hatten. Etwa 10.000 Teilnehmer warfen Steine auf die Beamten. Diese feuerten Tränengas und Gummigeschosse auf die Demonstranten.

Kommentar: Für das Pelé eine Fußballlegende ist, liest sich diese Aussage negativ. Nach dem Motto: „Vergesst die Sorgen des Landes und spielt einfach Fußball“.


V

Durch Stillstand etwas bewegen: Protestaktion in Türkei

Immer mehr Türken bringen ihren Unmut über den autoritären Kurs ihrer Regierung durch stundenlanges Stillstehen zum Ausdruck. Hunderte versammelten sich auf dem Taksim-Platz. Und die Polizei hält sich nach wochenlangem harten Einsatz gegen die Demonstranten zurück.
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© dpa
In der Türkei schließen sich immer mehr Menschen dem stillen Protest gegen die islamisch-konservative Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan an. Auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul waren am Dienstagabend mehrere Hundert schweigende Menschen versammelt. Sie protestierten gegen die aus ihrer Sicht autoritäre Regierung und die Polizeigewalt der vergangenen Tage.

Der türkische Choreograf Erdem Gündüz, der in der Nacht zu Dienstag als "Stehender Mann" stundenlang auf dem Taksim-Platzverharrte, hatte die neue Protestform initiiert. Die Demonstranten richteten ihren Blick auf das zum Abriss vorgesehene Atatürk-Kulturzentrum und ein daran angebrachtes Porträt des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk.

Eine in Schwarz gekleidete junge Frau hielt in einer Hand eine leere Tränengaspatrone, in der anderen das türkische Strafgesetzbuch. Andere Demonstranten hatten sich in türkische Flaggen gehüllt. Die Polizei, die in den vergangenen Tagen massiv Tränengas eingesetzt hatte, hielt sich zunächst im Hintergrund. Allerdings standen Wasserwerfer bereit.

Arrow Down

Weltweit 45 Millionen Flüchtlinge: Davon 46% Kinder und Jugendliche

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© dpa / Christian CharisiusDie Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ im Informationszelt der Gruppe nahe des Hauptbahnhofes.
Vor allem wegen bewaffneter Konflikte wie dem Bürgerkrieg in Syrien ist die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf einen neuen Höchststand angewachsen. Ende 2012 waren 45,2 Millionen Menschen Flüchtlinge im Ausland oder Vertriebene innerhalb des eigenen Staates.

Das sei der höchste Stand seit 18 Jahren, teilten die Vereinten Nationen am Dienstag in Genf mit. Allein 2012 flohen 7,6 Millionen Menschen aus ihren Heimatorten, erklärte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Deutschland gehört nach Pakistan und Iran zu den zehn wichtigsten Aufnahmeländern. 2012 beherbergte die Bundesrepublik dem UNHCR-Jahresbericht zufolge fast 590 000 Flüchtlinge. Das sind 3 Prozent mehr als 2011 und weit mehr als in anderen westlichen Staaten: In Frankreich lebten 2012 knapp 218 000 Flüchtlinge, in Großbritannien 150 000, in den USA 262 000.