
© AFPDemonstration im Stadion gegen Korruption
São Paulo und Rio senken NahverkehrspreiseDie Protestbewegung in Brasilien hält an: In Niterói in der Nähe von Rio de Janeiro gab es am Mittwochabend (Ortszeit) erneut schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizisten. Zuvor hatten die Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro die Fahrpreiserhöhungen für den öffentlichen Nahverkehr zurückgenommen und damit eine der Forderungen der Demonstranten erfüllt.
Kurz nach der Ankündigung nahmen in Niterói laut Polizei mehr als 7000 Menschen an einem Protestmarsch teil. Die Demonstration verlief zunächst friedlich. Nach Einbruch der Dunkelheit jedoch kam es zu Ausschreitungen, an denen sich etwa 200 bis 300 Menschen beteiligten. Sie warfen einen Bus um, schlugen die Scheiben einer Bankfiliale ein und setzten hölzerne Barrikaden in Brand, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen eine Gruppe von Demonstranten ein, die eine 15 Kilometer lange Brücke zwischen Niterói und Rio blockieren wollte.
Zuvor gab es vor dem Fußball-Spiel Brasilien gegen Mexiko im Confederations Cup in Fortaleza im Nordosten des Landes Ausschreitungen. Die Polizei blockierte den Zugang zum Stadion, vor dem sich etwa 25.000 Demonstranten versammelt hatten. Etwa 10.000 Teilnehmer warfen Steine auf die Beamten. Diese feuerten Tränengas und Gummigeschosse auf die Demonstranten.
Kommentar: Für das Pelé eine Fußballlegende ist, liest sich diese Aussage negativ. Nach dem Motto: „Vergesst die Sorgen des Landes und spielt einfach Fußball“.