Mit einem Amok-Lauf hat am Freitag ein Mann am Bahnhof in Fröndenberg gedroht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und konnte den Täter nach zwei Stunden überwältigen. Da der Bahnhof gesperrt war, lag der Zugverkehr lahm. Auch in Schwerte gab es Verspätungen.

Schwerte/fröndenberg. Gegen 12 Uhr gingen die ersten Warnungen ein: Zeugen berichteten, dass ein Mann am Bahnhof in Fröndenberg drohte, mehrere Personen erschießen zu wollen. Er sei bewaffnet, so die Schilderungen.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, sperrte den Bahnhof großräumig ab und suchte nach dem Mann.Gegen 14 Uhr konnte der 46-Jährige aus Menden in der Alleestraße überwältigt werden. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Weitere Details - zum Beispiel, ob der Mann wirklich bewaffnet war - blieben zunächst offen.

Bahnhof bis 14.03 Uhr gesperrt

Die Polizei geht nach erster Einschätzung davon aus, dass private Probleme den Mann zu der Tat veranlasst haben. Die Ermittlungen dauern an. Die Kreispolizei Unna wurde durch benachbarte Polizeibehörden unterstützt.

Durch den Polizeieinsatz lag der Zugverkehr zwischenzeitlich lahm. Der Bahnhof war von 12.46 bis 14.03 Uhr gesperrt, wie eine Sprecherin der DB auf Anfrage mitteilte. Rundzehn Züge seien betroffen gewesen, zeitweise sei gar kein Verkehr möglich gewesen.

Verspätungen auch in Schwerte

Davon betroffen war auch die Obere Ruhrtalbahn von Kassel über Bestwig und Fröndenberg nach Schwerte und weiter Richtung Hagen. Fahrgäste am Schwerter Bahnhof mussten warten.

Erst gegen 16.30 Uhr sei damit zu rechnen, dass die Züge wieder nach Plan fahren würden, wie die Sprecherin weiter erklärte.