2013 ist das Jahr der Kometen: Aktuell ist es Komet Pan-STARRS, der am Nachthimmel zu sehen ist. Im Herbst wird dann ISON über uns leuchten - nicht nur für Hobby-Astronomen ein tolles Spektakel.
Wann der Komet Pan-STARRS dieser Tage am Himmel zu sehen ist? "Theoretisch schon jetzt", sagt Werner Kiesle von der Sternwarte in Laupheim. "Natürlich braucht man dafür optimale Bedingungen, also eine gute Sicht. Wenn es bewölkt ist, wird es schwierig."
Vor allem in der Dämmerung können Himmelsgucker schon jetzt auf die Jagd nach Komet Pan-STARRS gehen. Am besten wartet man aber noch ein bisschen ab: "Am 12. März ist Neumond, dann erreicht der Mond seine minimale Helligkeit und stört damit weniger die Sicht auf den Kometen", sagt Kiesle
Was ist Komet Pan-STARRS?
Pan-STARRS - genauer: Pan-STARRS c 2011/L4 - ist ein Himmelskörper aus Gestein und gefrorenen Gasen. Wenn sich Kometen bei ihrem Zug durch unser Sonnensystem der Sonne nähern, erhitzt sich ihr Gas und beginnt zu leuchten. Teile des Gases werden dann in Sonnennähe weggerissen - es entsteht der charakteristische Kometenschweif. Auch Pan-STARRS hat einen solchen Schweif - vor allem, weil er der Sonne recht nahe kommt.
Experten gehen davon aus, dass Pan-STARRS aus der sogenannten Oortschen Wolke kommt, einer Ansammlung von Objekten am Rand unseres Sonnensystems. Für seinen Weg zu uns dürfte der Schweifstern mehrere Millionen Jahre benötigt haben, so die Nasa.
Der Komet wurde im Juni 2011 entdeckt
Entdeckt wurde der Komet vom Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System auf dem Haleakala Vulkan in Hawaii entdeckt. Astronomen sind dort mit einem 1,8 Meter-Teleskop auf der Suche nach Objekten, die sich der Erde nähern und ihr möglicherweise gefährlich werden können. Im Juni 2011 entdeckten die Forscher einen Kometen - und gaben ihm den Namen "Pan-STARRS", nach der Abkürzung für das Teleskop.
Mit Panstarrs und Ison kommen dieses Jahr gleich zwei Kometen auf ihrer Reise durch das All bei uns vorbei. "Das ist tatsächlich selten", sagt Experte Kiesle. "Mit bloßem Auge konnte man zuletzt den bekannten Kometen Hale-Bob erkennen, das war 1998. Zwischendrin gab es nur Kometen für echte Kenner, also Leute, die genau wussten, wo sie hingucken müssen. So gesehen ist das dieses Jahr schon eine kleine Sensation."
Kommentar: Es gibt noch einen dritten: Lemmon C/2012 F6 und nicht zu vergessen das Ereignis in Russland.
Komet sehen? Am besten an einem dunklen Ort
Wer den Komet ansehen will, sollte sich in jedem Fall einen hohen Punkt aussuchen und dann Richtung Nordwesten blicken. Bereits in der Dämmerung sollte Panstarrs zu sehen sein. Ratsam ist, selbst an einem dunklen Ort zu sein. "Von einer hell erleuchteten Stadt aus etwa könnte es schwierig werden", so Kiesle.



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