Das ergab eine umfangreiche neue Studie, die im American Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Danach altern Menschen, die sich vornehmlich »westlich« ernähren, also viel Gebratenes und Gezuckertes, verarbeitetes Getreide und andere Toxine essen, schneller und sterben auch früher als andere, die eine gesündere Kost wählen.
Bei der Analyse von Daten der Teilnehmer an der Kohortenstudie British Whitehall II verglichen Wissenschaftler aus Frankreich und anderen Ländern die Ernährungsgewohnheiten von 3.775 Männern und 1.575 Frauen mit der Häufigkeit chronischer Erkrankungen und der Sterblichkeitsrate. Einbezogen wurden auch Daten aus Melderegistern, die Ergebnisse von Screenings, denen sich die Teilnehmer alle fünf Jahre unterzogen, und Daten aus Krankenhäusern. Alle Werte wurden erfasst und dazu genutzt, Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krankheit und Sterblichkeitsrate zu erkennen.
Nach der Auswertung ihrer Ergebnisse gemäß dem Alternative Healthy Eating Index (AHEI) - dieser Index wurde als Instrument im Kampf gegen häufige chronische Erkrankungen wie Herzkrankheiten und Diabetes entwickelt - kam das Forscherteam zu dem Schluss, dass westliches »Junk Food« für beschwerliches Altern und frühzeitige Sterblichkeit verantwortlich war. Gerade einmal vier Prozent der Teilnehmer erreichten in ihrem Leben das, was man gemeinhin als »idealen« Alterungsprozess bezeichnet.
Gesunde Ernährung ist gleichbedeutend mit optimaler Lebensführung
Zum Zwecke dieser Untersuchung wurde ein idealer Alterungsprozess folgendermaßen definiert: Freiheit von chronischen Erkrankungen und gute Testergebnisse in Bezug auf geistige und körperliche Leistung sowie geistige Mobilität. Nur wenige Teilnehmer konnten dieser Kategorie zugeordnet werden; der großen Mehrheit wurde eine normale Alterung attestiert. Bei mehr als zwölf Prozent trat ein nicht-tödliches Herz-Kreislauf-Ereignis auf, über zehn Prozent starben, entweder aufgrund einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder aus anderen Ursachen.
»Die Bedeutung der Ernährung für bestimmte altersbezogene Erkrankungen ist eingehend erforscht, doch nur bei wenigen Untersuchungen wurde ein ganzheitlicher Ansatz gewählt, um den Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Gesundheitszustand im höheren Alter zu erfassen«, sagte Erstautorin Dr. Tasnime Akbaraly als Erläuterung der Qualität der Untersuchung. »Wir haben untersucht, ob die Ernährung, die in der Mitte des Lebens anhand von Ernährungsgewohnheiten und der Orientierung am Alternative Healthy Eating Index (AHEI) ausgewertet wurde, Phänotypen der Alterung entsprach, die 16 Jahre später ermittelt wurden.«
Das heißt: Menschen, die bei guter Gesundheit länger leben möchten, sollten auf industriell verarbeitete Lebensmittel verzichten, die raffinierte Zucker und Mehle sowie verarbeitete oder gehärtete Pflanzenöle enthalten. Eine Ernährung mit reichlich frischem Bio-Obst und Bio-Gemüse, Fleisch, Milch und Milchprodukten von grasgefütterten Tieren, gesunden gesättigten Fetten und lebenden »Superfoods« könnte der Schlüssel sein, die negativen Auswirkungen zu vermeiden, die bei der Studie beobachtet wurden.
Kommentar: Die Nachforschungen von Sott.net weisen darauf hin, dass die Paläo- bzw. Steinzeit-Ernährung die besten Resultate in Bezug auf die Versorgung des Körpers mit dem optimalen Brennstoff aufweist. Eine solche Ernährung basiert auf den Verzicht von Kohlenhydraten, auf moderaten Verzehr von Proteinen und auf den Verzehr von tierischem Fett als Haupt-Energiequelle. Jedoch sei hier darauf hingewiesen, dass bevor man eine solche Umstellung beginnt, man sich zuvor ausführlich informieren sollte.
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»Wir haben gezeigt, dass das Befolgen bestimmter Ernährungsempfehlungen wie denen des AHEI sinnvoll sein kann, das Risiko beschwerlicher Alterung zu vermeiden, während der Verzicht auf ›westliche Lebensmittel‹‘ die Aussicht auf ein Alter ohne chronische Krankheiten, aber bei hoher Funktionalität erhöhen kann«, betonte Dr. Akbaraly.
»Bessere Einsicht in den Unterschied zwischen einer gesunden Lebensführung, die Schutz vor Krankheiten bietet, und einer anderen Lebensweise, die jemanden auf den Weg einer idealen Alterung bringt, könnte eine bessere Prävention in der öffentlichen Gesundheitsfürsorge möglich machen.«
Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:
ScienceDaily.com
DailyMail.co.uk
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