Die Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten in Berlin entwickeln sich zu einer beängstigenden Serie. Jetzt schlugen vier Unbekannte in einer Sparkassenfiliale an der Leipziger Straße in Mitte zu.

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© Steffen PletlBislang unbekannte Täter haben in einer Filiale der Berliner Sparkasse zwei Geldautomaten gesprengt.
Nachdem es in der vergangenen Woche in Berlin bereits mehrere Fälle gab, wurden in der Nacht zu Dienstag gleich zwei Automaten in einer Sparkassenfiliale an der Leipziger Straße in Mitte gesprengt. Durch die Detonation wurde der Vorraum der Bank völlig verwüstet, Glastüren, Fensterscheiben und zwei Kontoauszugsdrucker gingen zu Bruch.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden Anwohner gegen 4.30 Uhr von dem ohrenbetäubenden Lärm der Explosion geweckt. Mehrere Zeugen sahen vier Männer, die kurz darauf Geldkassetten aus der Filiale in ein wartendes Fahrzeug brachten und mit dem Wagen in Richtung Neue Grünstraße davonfuhren.

Im Zuge von weiteren Befragungen hofft die Polizei nun, verwertbare Personenbeschreibungen zu erhalten. Damit soll nach Angaben eines Sprechers festgestellt werden, ob es Zusammenhänge mit einigen oder vielleicht sogar allen Anschlägen in den vergangenen Wochen gibt. Bei ihren kriminellen Aktionen leiten die Täter ein spezielles Gas in die Automaten, das zur Detonation führt.

Ob und wie viel Geld die Täter erbeuteten, dazu machte die Polizei in allen bisherigen Fällen keine Angaben. Zweifelhaft ist zudem, ob die Beute für die Täter überhaupt von Nutzen ist. Die meisten Geldkassetten sind so präpariert, dass bei einer gewaltsamen Öffnung ein Farbpatrone platzt und die Geldscheine mit einer nicht zu entfernenden Farbe überzieht, wodurch sie für die Täter wertlos werden.

hhn