Sexualkunde-Unterricht ist eine heikle Sache. In einem Gymnasium im Münsterland kam es nun zu einer mysteriösen "Kettenreaktion": Sechs Kinder fielen einfach um. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Kichernde Kinder, nervöse Lehrer - das ist das Bild, das man sich von einer Schulklasse im Sexualkunde-Unterricht macht. In einem Gymnasium in Borken im Münsterland kam es ganz anders: Sechs Schüler fielen nach und nach um, nachdem sie Zeichnungen von Sexualorganen ausmalten. "Eigentlich ist nichts passiert", sagte ein Polizeisprecher. Alle Kinder seien unverletzt.

Nachdem das erste Kind mit Kreislaufproblemen umgekippt war, sei es zu einer Kettenreaktion gekommen. Ein Kind habe hyperventiliert, dann sei das nächste Kind in Stress geraten, als dann auch noch der Notarzt kam, sei das nächste Kind beinahe kollabiert. So richtig erklären kann sich niemand den Vorgang. "Die Zeichnungen waren ganz normal, nicht erschreckend, wie solche Bilder halt sind", so die Auskunft der Polizei.

Der Notarzt habe insgesamt zehn Kinder ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde einem Kind Blut für eine Laboruntersuchung abgenommen. Der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" sagte Schulleiterin Dorothea Meerkötter, dass die meisten Jugendlichen geheilt nach Hause gegangen seien. Wie es zu der "Kettenreaktion" kam, kann sich Meerkötter nicht erklären: "Es ist ein Kuriosum."