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Mehr als fünf Jahre muss eine Spanierin ins Gefängnis, weil sie den Vergewaltiger ihrer Tochter getötet hat. Nun soll die Frau ihre Strafe antreten - und bekam Aufschub: Die Regierung soll über eine Begnadigung entscheiden.

Alicante - Eine Spanierin, die den Vergewaltiger ihrer Tochter umgebracht hatte, muss vorerst nicht ins Gefängnis. Ein Gericht in Elche bei Alicante im Südosten Spaniens entschied, der Vollzug der Haftstrafe für die Frau werde ausgesetzt, bis die Regierung über eine Begnadigung entschieden hat.

María del Carmen García war zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil sie den Vergewaltiger ihrer Tochter mit Benzin übergossen und angezündet hatte. Sie beging die Tat, als sie dem Mann, der einen Hafturlaub erhalten hatte, in ihrem Dorf Benejúzar bei Alicante begegnete.

Der Oberste Gerichtshof reduzierte die Strafe später in einem Berufungsverfahren auf fünfeinhalb Jahre. Die Frau sollte am Donnerstag ihre Haftstrafe antreten. Mehrere Initiativen setzen sich für eine Begnadigung ein und haben Tausende Unterschriften gesammelt.

ulz/dpa