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© Michel/fknUnd das Auto steht ebenso auf dem Behindertenparkplatz...?!
Lisa (20) und Johannes (22) saßen gerade im McDonalds in Unterhaching, als plötzlich ein BMW durch die Glasscheibe des Fast-Food-Restaurants schoss und Johannes samt seiner Sitzbank in den Raum schob.

Unterhaching - Ein Knall, Glassplitter fliegen durch den Raum. Ein Mann wird mit seiner Sitzbank durch den McDonald’s geschoben. Dies alles passierte in Unterhaching, als ein BMW durch die Scheibe des Burgerladens schoss. Die Fahrerin hatte Vorwärts- und Rückwärtsgang verwechselt.

„Es hat den gesamten Tisch aus der Verankerung gerissen“, erzählt Lisa (20), die direkt neben ihrem Freund Johannes (22) saß, als der BMW am Mittwochabend durch die Scheibe des McDonald’s in Unterhaching im Kreis München krachte. Johannes wird von dem Auto durch das Schnellrestaurant geschoben. Nach den ersten Schocksekunden folgt die Erleichterung: „Wir waren nicht verletzt, bis auf leichte Rückenschmerzen.“

Beide laufen nach draußen und können es nicht fassen, als sie den dunklen BMW sehen, der mit der Front in der Glaswand hängt. Schnell bildet sich ein Pulk von Schaulustigen. Auch das Pärchen im Unfallwagen wirkt aufgeregt. Wie sich herausstellt, war es eine 19-jährige Taufkirchnerin (Kreis München), die mit dem BMW ihres Freundes fahren wollte. Beim Ausparken verwechselte sie Vorwärts- und Rückwärtsgang. Sie sei mit der Automatikschaltung nicht zurecht gekommen, sagt die Polizei später.

Zuvor hatte allerdings der Freund und Besitzer des BMW behauptet, er habe hinter dem Steuer gesessen. „Wir haben aber genau gesehen, dass es nicht so war“, sagt Lisa. So berichten sie es als Augenzeugen auch der Polizei. Wenig später kommt der Grund für die Falschaussage ans Licht: Die 19-Jährige hatte laut Polizei erst ganz frisch ihren Führerschein in der Tasche. Aus Angst, den Schein sofort wieder zu verlieren, log ihr Freund für sie. Durch den Unfall richtete sie einen Schaden von 15.000 Euro an. Immerhin: Auch die 19-Jährige und ihr Freund hatten Glück und blieben unverletzt.

Die Feuerwehr musste die Glaswand provisorisch verschalen. Erst Stunden später wird Lisa und Johannes klar, welch Glück sie gehabt haben. „Es ist unglaublich, dass uns nichts passiert ist“, sagt die Unterhachingerin. Mittlerweile können die beiden aber auch schon wieder darüber scherzen: „Der Begriff ,Erlebnisgastronomie’ hat für uns jetzt eine ganz neue Bedeutung.“ Den Appetit auf Fast-Food, beteuern sie, haben sie durch den Zwischenfall nicht verloren. Aber eines sei ganz sicher: „Ans Fenster setzen wir uns nie mehr.“