Um zu sparen, muss die Regierung Tausende Staatsdiener entlassen. Griechen protestieren mit 24-Stunden-Streik.
Bild
© APSogar die Polizei streikt: Dieser Beamte stützt sich verzweifelt auf seinen Dienstwagen
24 Stunden Streik wegen harter Sparmaßnahmen! Aus Protest gegen geplante Massenentlassungen im staatlichen Dienst haben am Dienstag in Griechenland umfangreiche Streiks begonnen. Unter dem Motto „Generalstreik - Wir sind Menschen, keine Zahlen“, legten die Staatsbediensteten die Arbeit nieder. Zum Mittag sind Demonstrationen im Zentrum Athens und in anderen Städten des Landes geplant.

Wer krank ist, muss sogar damit rechnen, in staatlichen Krankenhäusern nur im Notfall behandelt zu werden. Zahlreiche Museen und antike Stätten bleiben zu. Die Züge fahren nicht. Einige Buslinien in Athen werden für wenige Stunden bestreikt.

Auch der Inlandsflugverkehr wird wahrscheinlich behindert werden, weil die Luftfahrt-Beschäftigten zwischen 12 Uhr und 16 Uhr (Ortszeit) ihre Arbeit niederlegen wollen. Fähren sind hingegen regulär ausgelaufen. Auch Hotels, Banken, Geschäfte sowie Taxis, U-Bahnen und Straßenbahnen in Athen wurden nicht bestreikt.

15.000 Jobs werden gestrichen

Die Proteste richten sich gegen die im öffentlichen Dienst geplanten Massenentlassungen. Bis Ende 2014 sollen 15.000 Staatsbedienstete entlassen werden, davon 4000 noch in diesem Jahr.Die Arbeitslosenquote Griechenlands liegt bereits bei fast 27 Prozent.

Der Streik kommt unmittelbar vor einer Abstimmung im Parlament über die jüngsten Zugeständnisse an die internationalen Geldgeber. Um die nächsten Hilfsgelder ausbezahlt zu bekommen, muss das schuldengeplagte Euro-Land dringend Fortschritte bei Reformen nachweisen - unter anderem weitere Kürzungen im öffentlichen Dienst.

Aber auch eine Sondersteuer auf Luxus-Autos und Häuser mit Pool soll kommen.