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© Naumann13 Meter in der Breite und fünf Meter in der Tiefe misst der Krater, den der Blindgänger in den Boden gerissen hat.
Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist auf einer Wiese nahe des Industriegebiets in Alten-Buseck explodiert und hat dabei einen tiefen Krater gerissen.

Alten-Buseck - Der Explosionskrater ist 13 Meter breit und fünf Meter tief. Verletzt wurde bei der Detonation am Sonntagmorgen niemand. Nach Angaben der Polizei hatten zahlreiche besorgte Anwohner um kurz nach 7 Uhr angerufen, nachdem ein lauter Knall zu hören gewesen war. Sogar der Boden soll gebebt haben.

Am Montag machten sich Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes und Busecks Bürgermeister Erhard Reinl (FWG) vor Ort ein Bild von der Situation. Die Untersuchung durch die Experten ergab, dass während des Kriegs an der Stelle der Explosion eine Flugabwehrkanone (Flak) gestanden hatte. Flaks seien meist mit Sprengkörpern bombardiert worden, die mit einem Zeitzünder versehen waren.

Der Zeitzünder der Bombe in Alten-Buseck hatte sich nach dem Abwurf nicht aktiviert, war über die Jahrzehnte in der Erde verrottet und hatte den Sprengkörper nun detonieren lassen.

Nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes liegen in der Gegend der Explosion vermutlich noch mehr Blindgänger. Der Besitzer der Wiese sei geschockt, sagte Reinl, da er schon mehr als tausendmal über die entsprechende Stelle gefahren sei.

Zwei Pferden, die auf einer gegenüberliegenden Koppel standen, war auf den ersten Blick nichts passiert. Zur Sicherheit will ihre Besitzerin die Tiere dennoch untersuchen lassen, um eventuelle Hörschädigungen auszuschließen.

"Gewisse Wahrscheinlichkeit" für weitere Bomben

"Überall, wo während des Krieges Bomben runtergegangen sind, gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es zu solchen Vorfällen kommt", sagt Dieter Ohl von der Pressestelle des Regierungspräsidiums (RP) in Darmstadt, wo der Kampfmittelräumdienst angesiedelt ist. Das Gelände in Alten-Buseck werden nun gründlich auf weitere Blindgänger untersucht.

Sollte jemand einen Sprengkörper finden, könne er sich entweder an die örtliche Polizei oder direkt an den Kampfmittelräumdienst wenden. Dieser ist beim RP unter Telefon (06151) 120 zu erreichen.

(eng/tna)