
Als der Beamte den "fahrenden Pool" stoppen wollte, sprangen der Fahrer und drei Begleiter heraus und flüchteten durch das Flussbett der Zwickauer Mulde, die zurzeit wenig Wasser führt. Vom anderen Ufer aus beobachteten die vier Männer - alle im Alter von Mitte zwanzig und bis auf den Fahrer nur mit Badeshorts bekleidet - das weitere Vorgehen des Polizisten. Der Polizeiobermeister rief über Funk Unterstützung und besah sich dann das kuriose Gefährt genauer: Der Fahrgastraum war komplett abgedichtet, poolblau gestrichen und mit Wasser gefüllt.
Da die Situation durch Schaulustige immer unübersichtlicher wurde und er nicht ausschließen konnte, dass die vier Männer die Fahrt fortsetzen wollen, ließ der Beamte kurzerhand die Luft aus den Reifen und durchtrennte das Zündkabel.
Schließlich kehrte der vom Polizisten als Fahrer erkannte Mann zurück. Der 27-Jährige erklärte, nicht gefahren zu sein, habe aber seine Sachen im Kofferraum deponiert. Seine Schuhe und Geldbörse wurden an ihn übergeben. Da der 27-Jährige augenscheinlich alkoholisiert war, wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, da der BMW nicht zugelassen war. Ob der Betrieb des fahrbaren Pools noch weitere Tatbestände erfüllt, muss den Angaben zufolge noch geprüft werden. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise unter Telefon 0371/387-2279.
fp




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