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© AP20 Lehrer aus Arkansas wurden in Rollenspielen auf mögliche Amokläufe vorbereitet
In den USA rüstet die erste High School auf. Lehrer werden an Pistolen ausgebildet, sollen Waffen tragen.

Wenn Cheyne Dougan nach den Sommerferien in die High School von Clarksville im US-Bundesstaat Arkansas zurückkehrt, wird der Lehrer nicht nur seine Ledertasche mit Unterrichtsmaterialien mit ins Schulgebäude nehmen. In seinem Pistolenhalfter wird eine 9-Milimeter-Pistole stecken.

Cheyne Dougan ist einer von 20 Lehrern seiner Schule, die in den vergangenen Wochen eine Waffenausbildung durchlaufen haben. Die High School im Bundesstaat Arkansas reagiert damit auf die Amokläufe der vergangenen Jahre. Zuletzt kamen im Dezember in einer Grundschule in Connecticut 20 Kinder und sechs Lehrer ums Leben. Das ganze Land trauerte und Präsident Barack kündigte eine Änderung des Waffenrechts an.

Doch bisher geschah auch wegen des Widerstands der Waffenlobby nichts. Im Gegenteil: Die „National Riffle Association“ forderte, Schulkinder und Lehrer zu bewaffnen.

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© APAn den Übungen nahmen auch Schüler teil, sie spielten Opfer und trugen Schutzmasken
Die Highschool von Clarksville hat den Weg der Waffenlobby eingeschlagen. In dem 53-Stunden-Lehrgang, der insgesamt 50.000 Dollar kostete, wurden Rollenspiele mit Farbpatronen durchexerziert. Im Schulalltag werden die Waffen der Lehrer scharf sein. Schuldirektor David Hopkins verteidigt seine umstrittene Maßnahme: „Wir haben doch schon versucht, die Sicherheit zu erhöhen. Aber es hat nicht funktioniert.“

Die Präsidentin des Schulvereins von Arkansas ist dagegen entsetzt. „Diese Idee ist furchtbar. Lehrer sind dazu da, unsere Kinder zu unterrichten und zu erziehen, nicht, um Waffen im Unterricht zu tragen.