Bild
© AFP
Einsatzkräfte finden acht Leichen - weiterhin Vermisste

Durch eine heftige Gasexplosion in einem Wohnhaus in Argentinien sind dutzende Menschen getötet oder verletzt worden. Die Rettungskräfte fanden nach eigenen Angaben zunächst acht Leichen, weitere 15 Menschen wurden mit Einbruch der Nacht aber noch vermisst. In die Krankenhäuser von Rosario im Osten des Landes wurden nach Angaben der Ärzte 61 Verletzte eingeliefert. Die Unglücksursache blieb zunächst unklar.

Augenzeugen berichteten von einer heftigen Explosion. "Die Schockwelle war enorm", sagte der Hausmeister eines nahe gelegenen Hauses dem Fernsehsender C5N. Weil die Frontseite des Gebäudes durch die Explosion weggerissen wurde, waren die Wohnungen dahinter von außen einsehbar. Einige Bewohner des zehnstöckigen Gebäudes konnten sich über die Dächer von Nachbarhäusern retten.

In dem Gebäude brach durch die Explosion Feuer aus, es drohte komplett einzustürzen. Einwohner von Nachbargebäuden rannten in Panik auf die Straße, manche von ihnen weinten und schrien.

Den Einsatzkräften gelang es zunächst nicht, die Gasleitung zum Haus abzudrehen. Aus Angst vor weiteren Explosionen wurden alle Anwohner im Umkreis von zwei Kilometern in Sicherheit gebracht. Unter anderem mussten elf Schulen evakuiert werden, ebenso unzählige Geschäfte.

Rosario ist mit etwa 1,1 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Argentiniens. Sie liegt rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Buenos Aires.

afp