
Bei dem Brand in der Nacht zum Freitag waren fast 49.000 Küken umgekommen. Die sieben Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr ließ das Flugzeug kontrolliert abbrennen. Wie Flughafensprecher Uwe Schuhard mitteilte, musste der Flughafen für die Löscharbeiten etwa eine Stunde lang gesperrt werden.
Flugzeug war schon abflugbereit
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stand die Antonow An-12 der Ukraine Air Alliance nach der Landung eine Stunde auf der Parkposition, bevor sie in Flammen aufging. Während dieser Zeit wurde die Maschine für einen Flug nach Südrussland vorbereitet und mit den Küken beladen. Sie waren für eine Geflügelfarm bestimmt. Als das Feuer um 2:08 Uhr ausbrach, waren zwei der vier Motoren bereits gestartet.
Der Polizeisprecher Leipzigs, Uwe Vogt, sagte, nur wenige Minuten später sei die Werksfeuerwehr mit 60 Leuten und 15 Fahrzeugen am Brandort gewesen. Sie konnte verhindern, dass es eine Explosion gibt oder das Feuer auf nebenstehende Maschinen übergreift. Eine Sprecherin der Polizei sagte: "Wir hatten alles im Einsatz, was wir kriegen konnten". Nach etwa einer Stunde war der Großeinsatz beendet.
An-12 - Alte Transportmaschine
Das in der Sowjetunion seit den 50er-Jahren produzierte Flugzeug wurde für das Militär entwickelt, aber auch zivil genutzt. Ein Vorteil dieses Flugzeugs ist die Heckrampe zum Be- und Entladen von Fahrzeugen und sperrigen Gütern. Es wurden 1.250 dieser Baureihe produziert, von denen heute nur noch wenige im Einsatz sein dürften. Der Brand der ukrainischen Maschine ist der dritte Unfall dieser Art. 2008, 2009 und 2010 gab es Brandunfälle im russischen Tscheljabinsk, im ägyptischen Luxur und auf den Philippinen. Aufgrund dieser und anderer Unfälle unter Beteiligung dieses Flugzeugtyps verboten die Vereinigten Arabischen Emirate 2010 Flüge der An-12 in ihrem Luftraum.



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