Die Bombe war nur eine Attrappe, doch der Anschlagsversuch war echt: Ein 22-Jähriger muss für 30 Jahre ins Gefängnis, weil er die New Yorker Filiale der US-Notenbank Fed in die Luft sprengen wollte. Das FBI hatte den Plan aufgedeckt und die Bombe manipuliert.

New York - Ein 22 Jahre alter Mann aus Bangladesch, der das Gebäude der Notenbank in New York in die Luft sprengen wollte, ist zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Der Plan war seinerzeit vorzeitig aufgedeckt worden und der Mann in eine Falle der Bundespolizei FBI getappt: Die Bombe, die er zünden wollte, war eine Attrappe.

Quazi N. wurde am Freitag von einem US-Bundesgericht in New York verurteilt. Der Angeklagte hatte sich im Prozess schuldig bekannt: Er habe versucht, das Gebäude in Manhattan mit einer "Massenvernichtungswaffe" in die Luft zu sprengen. Der 22-Jährige zeigte sich reumütig und entschuldigte sich bei den Bewohnern New Yorks und den USA: "Ich schäme mich. Ich habe versucht, etwas Schreckliches zu tun."

Richterin Carol Amon sagte, sie werte seine Reue als echt und verhängte die Mindeststrafe. Als Höchststrafe hatte lebenslänglich gedroht.

Der Mann war nach US-Behördenangaben 2012 mit einem Studentenvisum in die USA eingereist - mit der Absicht, die Bank in die Luft zu jagen. Er habe per Internet einen Helfer rekrutiert, der in Wahrheit aber ein Undercover-Beamter des FBI war. Im Herbst vergangenen Jahres hätten dann beide die vermeintliche knapp 500 Kilo schwere Bombe gebaut und diese in einem Kleinlaster vor dem Gebäude der Bank nahe der Südspitze Manhattans deponiert. Agenten hätten N. festgenommen, nachdem er mehrfach vergeblich versucht habe, den "Sprengsatz" ferngesteuert zu zünden.

Die Verteidigung hatte um Milde für N. gebeten. Sie porträtierte ihn der "New York Times" zufolge als einen verwundbaren und isolierten jungen Mann mit schwerer Kindheit, der eine leichte Beute für radikalisierte Muslime in Bangladesch geworden sei.

sun/dpa/Reuters