
Dresden. Eine Explosion hat am Dienstagmorgen in Radebeul bei Dresden eine Doppelhaushälfte völlig zerstört. Eine Frau wurde schwer verletzt. Laut Polizeihandelt es sich um die 90 Jahre alte Bewohnerin des Hauses. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hielt sie sich zum Zeitpunkt der Explosion allein im Haus auf. Rettungskräfte hätten die Frau aus den Trümmern des Gebäudes gerettet, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Thomas Wendt der Nachrichtenagentur dpa. Sie sei ansprechbar gewesen und ins Krankenhaus gebracht worden. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Einsatzkräfte hatten Gas gerochen.
Als die Einsatzkräfte um kurz nach 9.00 Uhr am Unglücksort eintrafen, bot sich ihnen ein Bild der Zerstörung. „Die Haushälfte ist dem Erdboden gleichgemacht“, sagte ein Augenzeuge. Die angrenzende Doppelhaushälfte wurde durch die Explosion ebenfalls erheblich beschädigt und ist derzeit nicht bewohnbar. Durch die Druckwelle und Splitter weisen auch die gegenüberliegenden Gebäude Schäden an Fassaden und Fenstern auf.
Eine Bewohnerin des Nachbarhauses war bereits zu Einsatzbeginn in Sicherheit gebracht worden. Die 63-Jährige musste wegen eines Schocks ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.
Die Feuerwehr war mit 40 Kräften aus drei Wehren im Einsatz.
„Als wir ankamen, wurde eine Person als vermisst gemeldet“, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Wendt. Mit den Händen hätten die Retter in den Trümmern nach ihr gesucht und schließlich die Frau gefunden. An dem Einsatz waren auch Feuerwehrleute aus Moritzburg und Coswig beteiligt.
Ersten Ermittlungen zu Folge ist das betroffene Haus nicht an das Gasversorgungssystem angeschlossen. Die Bewohnerin nutzte jedoch Propangas in Flaschen. Ob dieser Umstand mit der Explosion in Zusammenhang steht, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Die weiteren Untersuchungen zur Explosionsursache werden voraussichtlich erst morgen stattfinden, da aufgrund des Gebäudezustandes schweres Gerät nötig ist. Angaben zur Schadenshöhe liegen noch nicht vor.
Das Haus liegt in einer ruhigen Sackgasse mit Einzel- und Doppelhausbebauung in Radebeul.
dpa/szo



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