Vermummte Demonstranten lieferten sich in der Hauptstadt Santiago Straßenschlachten mit der Polizei.


Jagdszenen spielten sich am Donnerstag in Santiago de Chile ab. In der Hauptstadt des südamerikanischen Landes kam es bei einer Demonstration für Bildungsreformen erneut zu heftigen Zusammenstößen zwischen Protestierenden und der Polizei.

Nach Schätzungen der Polizei hatten 25.000 Menschen an einem zunächst friedlichen Protestmarsch durch die Straßen von Santiago teilgenommen. Vertreter von Studentengruppen sprachen von 80.000 Teilnehmern. Die Krawalle brachen am Ende der Veranstaltung aus, als vermummte Demonstranten auf die Polizei trafen. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein, mehrere Demonstranten wurden festgenommen, es gab Berichte über Verletzte. An dem Demonstrationszug hatten auch Lehrer und Gewerkschaftsvertreter teilgenommen. Studenten in Chile fordern seit längerem kostenlose Bildung für alle.