Das System der Vereinten Nationen habe im Falle Syrien versagt, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Auch beim G20-Gipfel in St. Petersburg verhärteten sich die Fronten zwischen den Weltmächten.


Das Video im O-Ton: "Die USA setzen in der Syrien-Krise nicht mehr auf eine Zusammenarbeit mit dem UN-Sicherheitsrat. Das System der Vereinten Nationen habe im Falle Syrien versagt, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, am Donnerstag. Ihre Regierung werde sich in der Frage eines Militärschlags gegen die Führung in Damaskus nicht um eine Zustimmung des Sicherheitsrats bemühen. O-ton Powers ("Die Erfahrungen und Bemühungen der vergangenen zweieinhalb Jahre zeigen, dass es mit diesem Sicherheitsrat keinen praktikablen Weg nach vorne gibt") Die US-Diplomatin warf Russland vor, das UN-Gremium in Geiselhaft zu nehmen und seine internationalen Verpflichtungen nicht zu erfüllen. Wie China hat Russland mehrmals gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad gerichtete Resolutionen mit seinem Veto verhindert. Auch beim G20-Gipfel in St. Petersburg verhärteten sich die Fronten zwischen den Weltmächten. China schloss sich der Forderung von Gastgeber Russland an, auf einen Angriff zu verzichten. Dagegen wollte US-Präsident Barack Obama auf dem Treffen für eine Strafaktion gegen Assad werben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte eine diplomatische Lösung. Die USA gehen im Gegensatz zu Russland davon aus, dass Assad und nicht Rebellen hinter dem Giftgaseinsatz vom 21. August bei Damaskus mit wohl Hunderten Toten stehen.