Die Außenminister Russlands und Syriens haben am Montag bei einem Treffen in Moskau die USA erneut vor einem Militärschlag gegen die Führung in Damaskus gewarnt. "Es gibt keine Alternative zu einer friedlichen Lösung des syrischen Konflikts, besonders wenn es sich um einen Militärangriff handelt", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow der Agentur Interfax zufolge.

Bild
© Sergei IlnitskySyriens Außenminister Walid al-Muallim und sein russischer Amtskollegen Sergej Lawrow in Moskau.
Moskau (Irna/RIA Novosti/dpa) - Ein militärisches Eingreifen sei unzulässig, betonte der Chefdiplomat im Beisein seines syrischen Kollegen Walid al-Muallim. "Unsere Position ist gut bekannt und hängt von keinem augenblicklichen Wandel ab", ergänzte er. Moskau werde auch weiterhin die Initiative über die Einberufung einer Syrien-Konferenz fördern, versicherte Lawrow.
"Wir werden von der Opposition fordern, auf diese Initiative einzugehen und das Genfer Kommuniqué vom 30. Juni 2012 zu erfüllen", so Lawrow.

Syriens Außenminister Walid al-Muallim bekräftigte die Bereitschaft zur Teilnahme an der geplanten Genfer Friedenskonferenz zur Lösung der Krise. Ein militärischer Schlag gegen Syrien könnte zugleich die Friedenskonferenz torpedieren, fügte er hinzu.
Er bat zudem seinen russischen Amtskollegen, den Dank von Präsident Baschar al-Assad an Russlands Staatschef Wladimir Putin für dessen Haltung zum Syrien-Problem beim G20-Gipfel auszurichten.

"Präsident Assad hat mich beauftragt, seinen Dank an Putin für dessen Position während und nach dem G20-Gipfel auszurichten", so Muallem. "Wir sind nach Moskau gekommen, um mit unseren russischen Kollegen Meinungen darüber auszutauschen, wie ein militärisches Eingreifen in Syrien verhindert werden kann", fügte er hinzu.