Ein seltsames Verbrechen erschüttert Japan. In einem kleinen Dorf in der ländlichen Präfektur Yamaguchi wurden fünf Menschen im Schlaf erschlagen, zwei Wohnhäuser niedergebrannt. Die Ermittler sind auf der Suche nach dem Verdächtigen, er hinterließ ein Rätsel.

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In Japan wurden 5 Menschen im Schlaf erschlagen, der Täter hinterließ ein Gedicht
Im ländlichen Japan in der Präfektur Yamaguchi soll ein 63-Jähriger fünf Menschen getötet und zwei Häuser in Brand gesetzt haben. Berichten der englischsprachigen Japan Times zufolge hinterließ der Verdächtige ein Haiku, ein traditionelles japanisches Gedicht.

An einem Fenster nahe der Eingangstür zum Haus des vermutlichen Täters fanden die Ermittler die ominösen Zeilen. Diese typische Gedichtform besteht in der Regel aus drei Versen mit insgesamt 17 Silben. Das Gedicht besagt: „Beim Feuer legen, macht Rauch Freude, einem Kerl vom Land.“

Fünf Tote, vermutlich im Schlaf getötet

Bereits am Sonntag seien zwei Tote in zwei abgebrannten Häusern aufgefunden worden, der 72-jährige Makoto Sadamori und seine 72-jährige Frau Kiyoko. Nur 80 Meter davon entfernt seien die Behörden auf eine weitere Leiche in einem verbrannten Haus gestoßen - die von Miyako Yamamoto, 79 Jahre alt. Am Montag kamen zwei weitere Opfer hinzu - die 73-Jährige Satoko Kawamura und Fumito Ishimura, 80 Jahre alt. Die beiden seien ebenso tot in ihren Häusern aufgefunden worden.

Autopsien hätten gezeigt, dass alle fünf Todesopfer Schädelbrüche hatten. Dies lege den Schluss nahe, dass sie alle mit einem größeren Gegenstand erschlagen wurden. Der Kriminologe Jinsuke Kageyama erklärte: „Alle Opfer müssen geschlafen haben, als sie angegriffen wurden. Auch ältere Menschen wehren sich. Es wäre schwierig gewesen, sie mehrfach auf den Kopf zu schlagen.“

63-Jähriger Verdächtiger hinterlässt Haiku

Die Ermittlungen in den Mordfällen seien indes voll im Gange. Verdächtigt werde ein 63-jähriger Bewohner des Dorfs, der den Ruf eines Unruhestifters hatte. Anwohner berichten, dass der Mann kaum mit anderen Bewohnern gesprochen und sich wenig in der kleinen Gemeinde eingebracht habe. Der Verdächtige sei bisher aber noch nicht gefasst worden.