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Vieles deutet auf einen terroristischen Anschlag hin: Maskierte haben in einem Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi um sich geschossen. Augenzeugen berichten von vielen Toten, Sicherheitskräfte haben das Gebäude gestürmt.

Nairobi - Die maskierten Täter stürmten offenbar in das Einkaufszentrum und eröffneten sofort das Feuer: Bei einem bewaffneten Überfall in Kenias Hauptstadt Nairobi sind nach Berichten von Augenzeugen mehrere Menschen getötet worden.

Nach ersten Informationen hatten mehrere maskierte Täter im Westgate-Einkaufszentrum um sich geschossen. Auch sei eine schwere Explosion zu hören gewesen. Die Angreifer hätten Geiseln genommen, berichtete ein Polizeisprecher. Es sei nicht auszuschließen, dass es einen terroristischen Hintergrund der Tat gebe.

"Wir haben eine Schießerei gehört und sind weggerannt", sagte ein Augenzeuge. Ein Polizeioffizier sprach von mindestens 13 Toten, das Rote Kreuz Kenias berichtet von mindestens 15 Todesopfern und zahlreichen Verletzten. Die Polizei rief die Bevölkerung dazu auf, dem Tatort fernzubleiben.

Auch zwei Stunden nach Beginn des Überfalls waren hin und wieder Schüsse zu hören. Sicherheitskräfte haben das Gebäude umstellt und gestürmt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Mehrere Verwundete wurden auf Tragen aus dem Einkaufszentrum transportiert.

Die Berichte der Augenzeugen deuten darauf hin, dass es sich nicht um einen Raubüberfall, sondern um einen Anschlag handelte. "Sie wirkten nicht wie Gangster, es wirkte wie ein Anschlag", sagte Yukeh Mannasseh, der sich zum Zeitpunkt der Schüsse in der Mall befand. Die Wachmänner, die die Täter sahen, berichteten, dass diese wahllos um sich geschossen hätten." Bisher fehlt allerdings eine offizielle Stellungnahme der Polizei zu den Motiven der Täter.

Das Westgate-Einkaufszentrum ist vor allem bei reichen Einheimischen und Ausländern beliebt. Bereits im Vorfeld der Ereignisse hatte die islamistische Shabab-Miliz, die im benachbarten Somalia aktiv ist, mit einem Angriff auf das Einkaufszentrum gedroht, berichtet Reuters. Kenianische Streitkräfte waren vor zwei Jahren in Somalia eingedrungen, um bei der Bekämpfung militanter Gruppen zu helfen. Seitdem gibt es Anschlagsdrohungen gegen Hotels und Nachtclubs in Kenia.

In Kenia kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen auf Christen. 2012 etwa wurde ein Kind bei einem Anschlag auf eine Kirche in Nairobi getötet.

irb/AFP/dpa/Reuters