
Schon jetzt sind etliche Kameras und Teleskope auf den Himmelswanderer gerichtet. Denn Komet Ison passiert in diesen Tagen den Mars, ist dem roten Planeten dann sechs Mal näher als es die Erde je sein wird. "Er ist mit dem bloßen Auge unsichtbar", berichtet Carey Lisse, Chef des Komet Ison Beobachtungs-Teams der Nasa, "aber innerhalb der Reichweite von Teleskopen."
Mars Orbiter fotografiert Ison 2013
Die Nasa lässt den Kometen unter anderem von dem Mars Reconnaissance Orbiter und der Raumsonde Mars Odyssey aus beobachten, wenn er den Mars passiert.
Noch immer können die Experten nicht genau sagen, wie hell Ison nun tatsächlich werden wird. Optimisten glauben, dass der Komet so hell wie der Mond werden, und dabei einen Schweif entwickeln könnte, der sich ein Drittel des Himmels erstreckt.
Komet Ison: Ist sein Kern größer als 500 Meter?
"Wenn Isons Kern größer als einen halben Kilometer ist, wird er die Annäherung an die Sonne am 28. November wahrscheinlich überleben," sagt Lisse. "Er könnte sich dann tatsächlich zu einem der spektakulärsten Kometen seit vielen Jahren entwickeln."
Zumindest im Vergleich mit dem Kometen Lovejoy, der 2011 von der Erde aus gut sichtbar war, entwickelt sich Komet Ison 2013 bereits prächtig. "Ison ist wahrscheinlich um Einiges größer als Komet Lovejoy war, sagt Matthew Knight vom Lowell Observatorium. "Deshalb bin ich optimistisch, dass Ison ein sehr beeindruckender Sungrazer werden wird." Als Sungrazer (Sonnenstreifer) bezeichnen Fachleute Kometen, die der Sonne sehr nahe kommen.
bo



Kommentar: Es wird ein ziemlicher Hype um den Kometen Ison gebildet. Wobei die eigentliche Gefahr von viel kleineren Objekten ausgeht, die mittlerweile fast täglich weltweit gesichtet werden.