Python
© Unbekannt
Ein zwei Meter langer Königspython hatte sich im Gewächshaus einer Gärtnerei eingenistet. Der Juniorchef verfrachtete die Schlange in einen Pappkarton.

Mainburg. Im südlichen Landkreis Kelheim ist derzeit in Sachen exotische Tiere einiges los. Nachdem vor kurzem in Biburg ein Känguru angefahren und getötet wurde, stieß nun ein Gärtner in seinem Gewächshaus auf eine riesige Schlange. Der Mainburger sah die Schlange am Dienstag gegen 16.30 Uhr, als er ein Gewächshaus seines Betriebs betrat.

Der rund zwei Meter lange Königspython wurde von dem Juniorchef des Gärtnereibetriebs eingefangen. Der Mann manövrierte die wegen der niedrigen Temperaturen in eine Art Kältestarre gefallene Schlange mit einem Stock und hob sie in einen Karton aus Pappe. Die Streifenbesatzung der Mainburger Polizei wohnte dem Manöver des Gärtners bei.

Königspythons sind Würgeschlangen, die über keine Giftreserven verfügen. Die Riesenschlangen sind in den Tropen West- und Zentralafrikas beheimatet. Sie sind an warme Temperaturen gewöhnt und ernähren sich in erster Linie von Vögeln und kleinen Säugetieren, die sie erwürgen und sich dann einverleiben. Die Schlangen werden maximal zwei Meter lang; beim gefundenen Python handelt es sich also um ein größeres Exemplar der Gattung.

Da in der Umgebung niemand das Tier aufnehmen konnte, wurde sie in die Reptilienauffangstation nach Oberschleißheim verbracht. Wie lange sich die Schlange schon in dem Gewächshaus aufhielt, ist unbekannt. Auch über ihre Herkunft liegen keine Erkenntnisse vor. Der Eigentümer wird gebeten, sich mit der PI Mainburg unter (08751) 86330 in Verbindung zu setzen.