Vor einem Hotel in Somalias Mogadischu ist eine Autobombe explodiert. Nach Angaben eines Augenzeugen wurden auch Handgranaten ins Gebäude geworfen. Mindestens vier Menschen kamen dabei ums Leben.
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Mogadischu - Bei einem Bombenanschlag vor dem Eingang eines Hotels in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens vier Menschen getötet und etliche weitere verletzt worden. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf Polizeiangaben sogar von elf Toten. Sicherheitskräfte riegelten die Umgebung des Maka al-Mukarama Hotels in einem belebten Stadtteil umgehend ab. Mehrere Verdächtige seien laut der Behörden am späten Abend festgenommen worden.

Berichte, nach denen es sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt haben soll, wurden zunächst nicht bestätigt. Laut des Sicherheitsoffiziers Mohamed Hassan sei die Explosion durch eine Autobombe verursacht worden. Vor der Explosion seien aber auch Handgranaten in das Hotel geworfen worden, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur dpa. "Mehrere Autos wurden bei der Explosion vor dem Hotel völlig zerstört", so der Zeuge.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Terroranschlag. Die somalische Regierung verurteilte den "feigen Akt des Terrorismus". "Einmal mehr haben die Feinde des Friedens ihr wahres Gesicht gezeigt", sagte Ministerpräsident Abdi Farah Shirdon. Die Terroristen würden die Regierung und das somalische Volk nicht vom Weg des Fortschritts und Friedens abbringen.

Somalia leidet seit mehr als zwei Jahrzehnten unter einem blutigen Bürgerkrieg, vor allem zwischen der Zentralregierung und der radikalislamischen Schabab-Miliz. Sie ist für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich, ist aber weitgehend aus Mogadischu vertrieben worden.

In den vergangenen Jahren verübte die Gruppe auch zunehmend Anschläge außerhalb Somalias. So wird sie für den Überfall auf ein Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi verantwortlich gemacht, bei dem Ende September 67 Menschen getötet worden waren.

max/dpa/AFP