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Ein inzwischen wegen Falschdiagnosen und Behandlungsfehlern in den Niederlanden angeklagter "Skandalarzt" hatte auch eine Patientin des Wormser Klinikums behandelt, die Frau starb. Ihre Hinterbliebenen verklagten das Krankenhaus. Nach zwei Jahren ist der juristische Streit nun beendet.

Nach Informationen der Mainzer "Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe) haben die Angehörigen der betroffenen Patientin und das Klinikum Worms sich auf einen Vergleich geeinigt, nachdem der zuständige Richter am Mainzer Landgericht das den Parteien nahegelegt hatte. Über die Höhe der Vergleichssumme machten die Parteien keine Angaben.

Zuvor hatte ein Gutachten bestätigt, dass der Arzt im Dezember 2010 einen Behandlungsfehler begangen hat. Die Patientin war nach einer Rückenmarkspunktion zum Pflegefall geworden und ist schließlich verstorben.

Der 68-jährige Neurologe steht momentan in den Niederlanden vor Gericht. In niederländischen Medien wird er als "Dr. Frankenstein" bezeichnet. Dort werden ihm dutzende Fehldiagnosen wie Alzheimer, Multiple Sklerose und Parkinson sowie Untreue vorgeworfen. Mindestens 13 Patienten sollen wegen falscher Befunde unnötig am Gehirn operiert worden sein. Ein Patient soll sich nach einer falschen Alzheimerdiagnose umgebracht haben.

2003 kam der Arzt nach Deutschland und praktizierte unter falschen Namen unter anderem in Worms und Heilbronn.